Das chinesische Ministerium für öffentliche Sicherheit hat einen Entwurf für ein Gesetz zur Verhinderung von Cyberkriminalität veröffentlicht, der eine bedeutende regulatorische Veränderung für den Kryptowährungssektor signalisiert. Der Gesetzesentwurf, der ab dem 31. Januar 2026 zur öffentlichen Kommentierung offenliegt, zielt darauf ab, von der Prävention finanzieller Risiken zu einer präzisen strafrechtlichen Steuerung überzugehen. Er richtet sich auf Schlüsselbereiche wie den OTC-Kapitalfluss, die technische Entwicklung und den Betrieb von Knotenpunkten in öffentlichen Blockchains, was potenziell die Compliance-Kosten und die betrieblichen Herausforderungen für Krypto-Unternehmen erhöhen könnte. Der Entwurf führt strenge Maßnahmen ein, darunter die Neudefinition des Begriffs "Kenntnis" bei OTC-Transaktionen und die Ausweitung der Zuständigkeit auf chinesische Staatsbürger und ausländische Akteure, die an Cyberkriminalität beteiligt sind. Zudem verpflichtet er Blockchain-Knoten dazu, illegale Aktivitäten zu überwachen und zu blockieren, was für dezentrale Netzwerke Herausforderungen darstellt. Rechtsexperten weisen darauf hin, dass diese Bestimmungen zu Verwaltungsstrafen und in schweren Fällen zu strafrechtlicher Haftung führen könnten. Dieser gesetzgeberische Schritt markiert eine neue Phase im regulatorischen Ansatz Chinas und betont die Einhaltung von Vorschriften als entscheidend für das Überleben von Krypto-Operationen.