China hat seine Bestände an US-Staatsanleihen auf 618 Milliarden US-Dollar reduziert und damit den tiefsten Stand seit 18 Jahren erreicht, während das Land seinen seit einem Jahrzehnt andauernden Rückzug aus amerikanischen Schuldtiteln fortsetzt. Die Bestände sind von rund 1,3 Billionen US-Dollar in den frühen 2010er-Jahren deutlich gesunken; das Tempo der Verkäufe beschleunigte sich nach 2022 vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über die Abhängigkeit von US-Vermögenswerten. Die veränderte Nachfrage ausländischer Regierungen prägt den Markt für US-Staatsanleihen neu, da Hedgefonds und private Anleger das Angebot zunehmend aufnehmen. Diese nachlassende offizielle Nachfrage hat zu steigenden Renditen beigetragen: Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen erreichte zuletzt den höchsten Stand seit fast 20 Jahren und erhöht damit die Refinanzierungskosten der US-Regierung.