Die Analyse von Nominis hat Fragen zur jüngsten Beschlagnahmung von Krypto-Wallets durch das US-Finanzministerium aufgeworfen, die als "Iran-verbunden" gekennzeichnet sind. Laut Nominis-CEO Snir Levi stimmt das On-Chain-Verhalten dieser Wallets nicht mit den typischen operativen Methoden der Islamischen Revolutionsgarde Irans (IRGC) überein. Diese Diskrepanz deutet auf eine mögliche Beteiligung anderer staatlicher Akteure hin. Im Rahmen der "Operation Economic Fury" berichtete das US-Finanzministerium, dass über 340 Millionen US-Dollar an iranbezogenen Krypto-Assets eingefroren wurden, insgesamt fast 500 Millionen US-Dollar. Levi hebt jedoch hervor, dass sich die beschlagnahmten Wallets in ihrer Fondsstruktur und ihrem Verhalten von denen unterscheiden, die historisch mit der IRGC in Verbindung gebracht werden, welche typischerweise Gelder auf mehrere Adressen verteilt und niedrige Guthaben hält. Dies wirft Fragen zur tatsächlichen Kontrolle über diese Vermögenswerte und zur möglichen Überschneidung mit Finanznetzwerken anderer Nationen auf. Levi betont die Notwendigkeit fortschrittlicher Verhaltensanalysen und Adress-Clustering, um sich an die sich entwickelnden Blockchain-Strategien von Organisationen wie der IRGC und potenziellen chinesischen Akteuren anzupassen.