Charles Hoskinson, der Gründer von Cardano, hat einen Neustart auf dem Kryptowährungsmarkt gefordert und dabei die weit verbreitete Ermüdung unter Privatanlegern angeführt. Bei der Crypto Consensus-Veranstaltung in Hongkong stellte Hoskinson einen deutlichen Rückgang der Beteiligung von Privatanlegern fest, wobei die Beteiligung an den Top 100 Coins seit 2021 um über 30 % gesunken ist. Er führt diesen Rückgang auf wiederholte Boom-und-Bust-Zyklen, spekulative Übertreibungen und hochkarätige Projektfehlschläge zurück. Hoskinson kritisierte die zunehmende Zentralisierung im Kryptobereich, bei der institutionelle Akteure und zentralisierte Plattformen wichtige Netzwerkentscheidungen beeinflussen, was die Dezentralisierung untergräbt und kleinere Investoren an den Rand drängt. Er betonte die Notwendigkeit einer langfristigen Infrastrukturentwicklung statt kurzfristiger Spekulation und plädierte für Systeme, die greifbaren, langfristigen Wert schaffen. Mit Blick auf die Zukunft identifizierte Hoskinson KI-ökonomische Agenten, programmierbare Datenschutzfunktionen und Wallet-Erlebnisse der nächsten Generation als Schlüsselbereiche für Innovationen. Er sprach auch Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit Quantencomputing an und hob die Bedeutung von Post-Quantum-Kryptographie-Tools hervor. Hoskinson ist der Ansicht, dass trotz der aktuellen Marktprobleme Chancen für Entwickler bestehen, die sich auf praktische, infrastrukturgesteuerte Lösungen konzentrieren.