Die Kapitalmärkte haben in den letzten 36 Jahren während großer geopolitischer Konflikte konsequent einem vorhersehbaren Muster gefolgt, wobei sie sich auf die Preisunsicherheit konzentrierten und weniger auf die menschlichen Kosten des Krieges. Vom Golfkrieg 1991 bis zum Russland-Ukraine-Konflikt 2022 reagierten die Märkte zunächst mit Panik, was die Preise für Rohstoffe wie Öl und Gold in die Höhe trieb, während die Aktienmärkte einbrachen. Sobald die Konflikte jedoch beginnen und die Unsicherheit abnimmt, erholen sich die Märkte oft, wobei sichere Anlagen an Wert verlieren und die Aktienmärkte sich erholen. Die jüngste Eskalation der Spannungen im Nahen Osten hat die globalen Kapitalmärkte erneut auf die Probe gestellt. Die Möglichkeit von Lieferkettenunterbrechungen, insbesondere im Energiesektor, könnte zu inflationsbedingtem Druck führen, der die Zentralbanken zwingt, eine straffe Geldpolitik beizubehalten. Dieses Szenario könnte zu einem Abschwung bei risikoreichen Anlagen führen, einschließlich Kryptowährungen, die während Krisen oft Liquidität verlieren. Anleger werden geraten, sich auf Kapitalerhalt zu konzentrieren, sich gegen Inflation abzusichern und während solcher turbulenten Zeiten risikoreiche Anlagen zu vermeiden.