Eine kürzlich durchgeführte Umfrage der Tokenisierungsplattform Brickken zeigt, dass Emittenten von Real-World-Assets (RWA) Tokenisierung hauptsächlich zur Kapitalbeschaffung und nicht zur Verbesserung der Liquidität nutzen. Die Umfrage, die im vierten Quartal 2025 durchgeführt wurde, ergab, dass 53,8 % der Befragten die Kapitalbeschaffung und Effizienz bei der Mittelbeschaffung priorisieren, während nur 15,4 % den Fokus auf Liquidität legen. Dennoch erwarten 46,2 % eine Liquidität am Sekundärmarkt innerhalb von sechs bis zwölf Monaten. Jordi Esturi, CMO von Brickken, hob eine Verschiebung hin zur Nutzung der Tokenisierung als finanzielle Infrastrukturebene hervor, um Probleme wie Kapitalzugang und operative Komplexität zu adressieren. Der Bericht fällt mit Plänen großer US-Börsen wie CME Group, NYSE und Nasdaq zusammen, Handelsmodelle für tokenisierte Vermögenswerte auszubauen und einen 24/7-Handel anzubieten. Esturi stellte fest, dass sich die Börsenmodelle weiterentwickeln, um das Handelsvolumen und die Einnahmen zu steigern. Die Umfrage zeigte außerdem, dass 69,2 % der Teilnehmer den Tokenisierungsprozess abgeschlossen haben, wobei die Regulierung für 84,6 % der Befragten eine bedeutende Sorge darstellt. Der Bericht deutet darauf hin, dass die Tokenisierung über den Immobilienbereich hinauswächst, wobei Aktien/Anteile und IP-Vermögenswerte zunehmendes Interesse verzeichnen. Alvaro Garrido von Legal Node betonte die Bedeutung der Compliance von Anfang an, während Patrick Hennes von DZ PRIVATBANK die Emissionsinfrastruktur als Brücke zwischen traditioneller und dezentraler Finanzwelt hervorhob.