Die Bank von Japan (BOJ) hat beschlossen, ihre Zinssätze trotz wachsender Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Ölpreise auf die Inflation bei 0,75 % stabil zu halten. Die Entscheidung fiel mit einer 6-3-Stimmenmehrheit, was auf einen gewissen internen Druck für eine Zinserhöhung auf 1,0 % hinweist. Die BOJ hat außerdem ihre Kerninflationsprognose für das Geschäftsjahr 2026 von 1,9 % auf 2,8 % nach oben korrigiert, während sie ihre Wachstumsprognose auf 0,5 % nach unten revidierte.
Gouverneur Kazuo Ueda hob hervor, dass steigende Rohölkosten die Preise in der gesamten Wirtschaft breit ansteigen lassen könnten, und wies auf das Risiko von "Sekundäreffekten" hin, bei denen vorübergehende Preisspitzen Löhne und langfristige Inflationstrends beeinflussen könnten. Einige Vorstandsmitglieder beschrieben die Situation als Japans "fünfte große Ölschock", angesichts der starken Abhängigkeit des Landes von Ölimporten.
Die Entscheidung der BOJ, die Zinssätze beizubehalten, hält den Yen schwach und unterstützt den auf Yen basierenden Carry-Trade, der Vermögenswerte wie Bitcoin begünstigt. Die dovishe Haltung beseitigt ein makroökonomisches Risiko, das die Rallye von Bitcoin hätte stören können, wobei die Kryptowährung über 74.000 US-Dollar gehandelt wird. Anleger werden geraten, die Ölpreise genau zu beobachten, da das nächste BOJ-Treffen im Juni bevorsteht.
BOJ hält Zinssatz bei 0,75 % und erhöht Inflationsprognose für 2026 angesichts von Ölbedenken
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