Die derzeitige Entkopplung von Bitcoin von den rekordhohen Aktienmärkten könnte laut aktuellen Analysen nicht von Dauer sein. Die Transaktionsvolumina von Stablecoins haben in der ersten Hälfte dieses Jahres bereits alle Zahlen von 2025 übertroffen, und tokenisierte reale Vermögenswerte sind seit Jahresbeginn um über 60 % gewachsen. Die Transaktionen im Krypto-Ökosystem erreichten im zweiten Quartal Rekordhöhen, was eine erhebliche Lücke zwischen Marktkapitalisierung und On-Chain-Aktivität aufzeigt, die Analysten zufolge wahrscheinlich nicht anhalten wird. Jim Ferraioli, Direktor für digitale Währungsforschung bei Schwab, stellte fest, dass die Erholung von Bitcoin mit den historischen Post-Halving-Zyklen übereinstimmt, trotz der Erwartungen, dass die institutionelle Adoption den traditionellen Vierjahreszyklus verändern könnte. Ferraioli schätzt die Produktionskosten von Bitcoin für weniger effiziente Miner auf etwa 95.000 US-Dollar, während die durchschnittlichen Kostenbasis der Investoren bei etwa 80.000 US-Dollar liegt, was potenziell zu Verkaufsdruck führen könnte, wenn die Preise sich erholen. Er betonte, dass der Vierjahreszyklus zwar kein Marktgesetz ist, aber dennoch ein bedeutender Faktor in der Anlegerpsychologie bleibt.