An der Börse notierte Bitcoin-Mining-Unternehmen haben im ersten Quartal 2026 über 32.000 BTC verkauft, was laut Miner Weekly die größte jemals verzeichnete vierteljährliche Liquidation darstellt. Dieses Volumen übersteigt die insgesamt im Jahr 2025 verkauften Netto-BTC, trotz unvollständiger Berichte einiger Unternehmen für das erste Quartal. Große Betreiber wie MARA, CleanSpark, Riot Platforms, Cango, Core Scientific und Bitdeer haben ihre BTC-Bestände reduziert, da sich die Mining-Bedingungen verschärft haben. Der Ausverkauf spiegelt eine Abkehr vom Akkumulationstrend des Jahres 2024 wider, der durch sinkende Mining-Profitabilität bedingt ist. Der Hashpreis, eine wichtige Umsatzkennzahl, ist auf nahezu historische Tiefststände gefallen, was die Gewinnmargen insbesondere für Miner mit älterer Hardware oder höheren Stromkosten stark belastet. Strukturelle Veränderungen, darunter eine erhöhte Netzwerkschwierigkeit und reduzierte Blockbelohnungen, haben den Wettbewerb verschärft. Trotz hoher Bitcoin-Preise haben diese Faktoren die Miner unter Druck gesetzt, ihre Reserven zu liquidieren. Branchenbeobachter verzeichnen einen Rebranding-Trend, bei dem sich einige Unternehmen von direkten Bitcoin-Bezügen distanzieren, was auf eine mögliche Identitätsveränderung im Sektor hindeutet.