Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat Bedenken geäußert, dass die Offline-Nutzung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) größere kriminelle Risiken bergen könnte als Bargeld. In einem kürzlich veröffentlichten Bericht hoben BIZ-Forscher hervor, dass Offline-Zahlungen mit dem digitalen Euro möglicherweise höhere Risiken in Bezug auf Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung darstellen als Online-Zahlungen oder solche, die mit Einlagen bei Geschäftsbanken getätigt werden. Diese Warnung erfolgt, während europäische Gesetzgeber Pläne für einen digitalen Euro mit sowohl Online- als auch Offline-Funktionalitäten vorantreiben. Der Bericht betont die Notwendigkeit einer angemessenen Regulierung, die auf das Risikoprofil jeder CBDC-Variante zugeschnitten ist. Europäische Bürger haben Interesse an der Offline-Funktionalität von CBDCs gezeigt, insbesondere wegen des Datenschutzes und der Möglichkeit, Transaktionen offline durchzuführen. Die BIZ weist jedoch darauf hin, dass illegale Akteure möglicherweise Offline-Digital-Euro aufgrund der umständlichen Handhabung von Bargeld für illegale Aktivitäten bevorzugen könnten. Die Europäische Union plant, Barzahlungen bis 2027 auf 10.000 € zu begrenzen, hat jedoch noch keine Entscheidung über ähnliche Beschränkungen für einen digitalen Euro getroffen. Während die EU mit ihren CBDC-Plänen voranschreitet, bleibt die USA zögerlich. Präsident Donald Trump hatte sich zuvor gegen eine CBDC ausgesprochen, und jüngste parteiübergreifende Gesetzesinitiativen zielen darauf ab, die Federal Reserve daran zu hindern, bis 2030 eine solche Währung herauszugeben.