Die Bank von Japan (BOJ) hat beschlossen, ihren kurzfristigen Zinssatz bei 0,75 % zu belassen, angesichts von Bedenken hinsichtlich der Fiskalpolitik, der Inflation und geopolitischer Spannungen. Die Entscheidung, die mit 8 zu 1 Stimmen getroffen wurde, erfolgt vor den Parlamentswahlen in Japan im nächsten Monat. Das abweichende Mitglied Sogo Takahashi plädierte für eine Zinserhöhung auf 1,0 % und verwies auf das Erreichen des Preisstabilitätsziels. Der Markt bleibt wachsam gegenüber jeglichen restriktiven Signalen der Zentralbanken, insbesondere nachdem Finanzminister Asō Taro kürzlich eine Steuersenkung angekündigt hatte, die Störungen auf dem japanischen Staatsanleihenmarkt verursachte und den Yen beeinflusste. Analysten warnen, dass der Yen weiteren Druck ausgesetzt sein könnte, falls der Gouverneur der BOJ, Kazuo Ueda, keine zukünftigen Zinserhöhungen signalisiert, da die Zentralbank politische Konsequenzen vor der möglichen vorgezogenen Wahl am 8. Februar vermeiden möchte.