Brian Moynihan, CEO der Bank of America, hat davor gewarnt, dass der Aufstieg von Stablecoins potenziell 6 Billionen US-Dollar an Einlagen aus dem Bankensystem abziehen könnte, was die Kreditvergabekapazität beeinträchtigen und die Kreditkosten erhöhen würde. Auf einer Investorenkonferenz der Bank of America betonte Moynihan die Sorge, dass stabile, an Stablecoins gebundene Produkte, die renditeähnliche Erträge bieten, traditionelle Bankeinlagen verringern könnten, die für die Finanzierung von Krediten entscheidend sind. Moynihans Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund laufender Debatten im Senat über ein Gesetz zur Strukturierung des Kryptomarktes, nachdem der GENIUS Act einen bundesweiten Rahmen für Stablecoin-Emittenten geschaffen hat. Die American Bankers Association hat diese Bedenken aufgegriffen und fordert die Gesetzgeber auf, sogenannte "gefährliche Schlupflöcher" in der Stablecoin-Gesetzgebung zu schließen. Trotz dieser Warnungen haben einige große Banken, wie JPMorgan, das systemische Risiko durch Stablecoins heruntergespielt und angedeutet, dass diese die bestehenden Finanzsysteme ergänzen und nicht ersetzen werden.