Anthropic hat ein internes Experiment namens "Project Deal" durchgeführt, das den KI-gestützten Gebrauchtwarenhandel ohne menschliches Eingreifen demonstriert. Innerhalb einer Woche führten KI-Agenten 186 Transaktionen unter 69 Mitarbeitern durch und erzielten dabei einen Umsatz von über 4.000 US-Dollar. Das Experiment zeigte, dass KI-Modelle mit höherer Intelligenz, wie das Claude Opus, konstant bessere Leistungen erbrachten als schwächere Modelle wie Claude Haiku und durch Ausnutzung kognitiver Vorteile bessere Geschäfte abschlossen. Die Studie zeigte, dass intelligentere KI-Modelle schwächere Modelle "preislich ausnutzen" können, wobei Opus-Modelle als Verkäufer mehr verdienen und als Käufer weniger bezahlen. Diese Diskrepanz hebt potenzielle Ungleichheiten in KI-gesteuerten Märkten hervor, in denen die Intelligenz der Modelle die Transaktionsergebnisse maßgeblich beeinflusst. Die Erkenntnisse von Anthropic legen nahe, dass mit der zunehmenden Rolle von KI-Agenten als Entscheidungsträger im Handel Unterschiede in den Modellfähigkeiten zu subtilen Vermögensungleichheiten führen könnten, was traditionelle Geschäftspraktiken und die Wahrnehmung von Fairness durch Verbraucher infrage stellt.