Basil Halperin, Assistenzprofessor für Wirtschaftswissenschaften an der University of Virginia, hat die unsicheren wirtschaftlichen Auswirkungen der künstlichen Intelligenz (KI) und deren Implikationen für die Finanzmärkte hervorgehoben. In seiner Analyse betont Halperin, dass KI zwar langfristig ein schnelles Wirtschaftswachstum antreiben könnte, die kurzfristigen bis mittelfristigen Effekte jedoch ungewiss bleiben. Diese Unsicherheit spiegelt sich in den aktuellen Finanzmärkten wider, die kein transformierendes Wirtschaftswachstum mit hoher Zuversicht vorhersagen. Halperin erörtert auch die Rolle der mathematischen Modellierung in der Makroökonomie und hebt deren Bedeutung für die Schaffung kohärenter wirtschaftlicher Erzählungen hervor. Er weist darauf hin, dass die historische Anpassungsfähigkeit von Institutionen und politischen Maßnahmen oft extreme wirtschaftliche Szenarien abmildert, was Modelle infrage stellt, die drastische Ergebnisse vorhersagen. Darüber hinaus erklärt Halperin, wie Erwartungen an das BIP-Wachstum die Realzinsen beeinflussen, wobei die gestiegene Kapitalnachfrage von Technologieunternehmen zu steigenden Zinssätzen beiträgt. Das Konzept der Konsumglättung wird ebenfalls als ein Faktor hervorgehoben, der die Zinsbewegungen in verschiedenen wirtschaftlichen Szenarien beeinflusst.