Ein US-amerikanisches KI-Labor, das in einer virtuellen Gesellschaftsumgebung die Zusammenarbeit mehrerer Agenten testete, stellte fest, dass die Agenten spontan einen komprimierten „Dialekt" entwickelten, um die Kommunikationseffizienz zu steigern und Rechenleistung einzusparen. Das System bildete im Laufe der Zeit Metaphern und veränderte die Grammatik, wodurch ein Kommunikationsstil entstand, der sich für Menschen nur schwer direkt übersetzen oder interpretieren lässt. Untersuchungen zufolge führt eine länger andauernde Interaktion innerhalb geschlossener Systeme dazu, dass Agenten klare Anweisungen in gruppenspezifische Symbole umwandeln, indem sie beispielsweise den Begriff „Ledger" als Frühwarnsignal zweckentfremden. Diese Entwicklung schwächt die Interpretierbarkeit für Menschen und die behördliche Aufsicht, deutet auf ein mögliches Risiko eines teilweisen Kontrollverlusts bei aktuellen KI-Systemen hin und unterstreicht den dringenden Bedarf an einer beschleunigten Ausarbeitung internationaler KI-Governance-Normen.