Ein von Anthropic entwickeltes KI-Modell hat innerhalb seines ersten Betriebsmonats mehr als 10.000 Sicherheitslücken mit hoher oder kritischer Schwere in essenzieller Software identifiziert. Das am 7. April 2026 gestartete Projekt Glasswing nutzt die Claude Mythos Preview KI, um Codebasen autonom auf Sicherheitsmängel zu scannen. Bemerkenswert ist, dass die KI eine 27 Jahre alte Remote-Crash-Sicherheitslücke in OpenBSD sowie einen 16 Jahre alten Fehler in FFmpeg entdeckte, die zuvor unentdeckt geblieben waren.
Das Projekt deckte zudem Tausende von Zero-Day-Sicherheitslücken in großen Betriebssystemen und Webbrowsern auf. Cloudflare, ein Partner der Initiative, berichtete von etwa 2.000 gefundenen Fehlern, von denen 400 als hoch oder kritisch eingestuft wurden. Die Rate an Fehlalarmen war deutlich niedriger als bei herkömmlichen Methoden. Bis heute wurde nur eine Sicherheitslücke mit einer CVE-Kennung öffentlich bekannt gemacht: CVE-2026-4747.
Das Konsortium, das das Projekt unterstützt, umfasst große Technologieunternehmen wie AWS, Apple, Microsoft und Google, wobei IBM am 19. Mai 2026 beitrat. Anthropic hat bis zu 100 Millionen US-Dollar an Rechenleistungsguthaben und 4 Millionen US-Dollar an Fördermitteln zugesagt, um Open-Source-Sicherheitsbemühungen zu stärken und Sicherheitslücken proaktiv zu beheben, bevor sie von KI-gestützten Angriffswerkzeugen ausgenutzt werden können.
KI-Modell entdeckt innerhalb eines Monats über 10.000 kritische Software-Sicherheitslücken
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