Prognosemärkte stehen vor erheblichen Herausforderungen bei der Schaffung von Liquidität, was dazu führen könnte, dass bis Ende 2026 90 % dieser Produkte scheitern. Trotz der innovativen Formel „Ja + Nein = 1“, die die Marktteilnahme vereinfacht, bleibt die inhärente Schwierigkeit der Marktgestaltung in Prognosemärkten hoch. Im Gegensatz zu AMMs erfordern Prognosemärkte ein aktives Ordermanagement und sind mit größeren Bestandsrisiken verbunden, was sie für durchschnittliche Nutzer weniger zugänglich macht. Führende Plattformen wie Polymarket und Kalshi haben versucht, Liquiditätsprobleme durch erhebliche finanzielle Anreize zu lösen. Polymarket hat beispielsweise etwa 10 Millionen US-Dollar in Liquiditätssubventionen investiert, während Kalshi eine Partnerschaft mit der Susquehanna International Group eingegangen ist, um die Liquidität zu verbessern. Die Dominanz dieser Plattformen, unterstützt durch erhebliche finanzielle und regulatorische Vorteile, stellt jedoch eine formidable Barriere für Neueinsteiger dar. Infolgedessen könnten viele neue Prognosemarktprojekte Schwierigkeiten haben, zu konkurrieren und den Betrieb aufrechtzuerhalten, was zu ihrem möglichen Verschwinden bis 2026 führen könnte.