Bitcoin hat in vier Monaten fast 50 % seines Wertes verloren. Vom Rekordhoch von über 126.000 $ im Oktober 2025 fiel Bitcoin (BTC) am 6. Februar auf 60.062 $, bevor es sich über 68.000 $ vor Beginn dieser Woche erholte. Durch diesen Ausverkauf wurden über 500 Milliarden US-Dollar an Kryptowährungs-Marktkapitalisierung ausgelöscht und mehr als 16 Milliarden US-Dollar an Liquidationen an großen Börsen ausgelöst.
Dies war kein allmählicher Rückgang. Allein in den ersten fünf Februartagen gab es einen Kursverlust von 30 %, erzwungene Liquidationen von über 2,5 Mrd. $ an einem Tag, Abflüsse bei Bitcoin-Spot-ETFs von mehr als 1,5 Mrd. $ und der Crypto Fear & Greed Index fiel auf 11 – der niedrigste Wert seit dem FTX-Zusammenbruch 2022.
Für Trader, die auf die Woche vom 10.–16. Februar blicken, stellt sich die Frage: Hat BTC einen kurzfristigen Boden gefunden oder folgt weiteres Abwärtspotenzial?
Wo steht Bitcoin aktuell?
BTC schloss die Woche vom 2.–8. Februar bei ca. 68.400 $ und erholte sich damit vom Tagestief am 6. Februar von 60.062 $. Die Erholung am Freitag über 70.000 $ erfolgte parallel zu einer allgemeinen Risikoaufschwungstendenz an den Aktienmärkten: S&P 500 +1,4 %, Nasdaq +1,5 %.
Der Rebound war deutlich, hat aber Einschränkungen. Das Handelsvolumen beim Anstieg lag bei 90 Mrd. $ in 24 Stunden, was auf echtes Kaufinteresse schließen lässt. Allerdings stoppte die Erholung unterhalb der Widerstandszone von 72.000–73.000 $, die viele Analysten als nächste Hürde für die Bullen nennen.
| Kennzahl | Wert (8.–9. Feb. 2026) |
|---|---|
| BTC-Preis | ~68.400 $ |
| Allzeithoch (Okt. 2025) | >126.000 $ |
| Rückgang vom ATH | ~46 % |
| Wochenveränderung | –10,6 % |
| Rückgang im Februar | ~30 % |
| Crypto Fear & Greed | 14 (Extreme Angst) |
| 24h Handelsvolumen | ~52 Mrd. $ |
| BTC-Marktkapitalisierung | ~1,37 Bio. $ |
| Umlaufmenge | 19,985 Mio. BTC |
Das makroökonomische Umfeld bleibt schwierig. Die US-Notenbank beließ die Zinsen im Januar bei 3,50–3,75 %, JPMorgan erwartet bis 2026 keine Senkungen. Die Ernennung von Kevin Warsh als Fed-Chef sorgt für Unsicherheit. Die Aussagen von Finanzminister Bessent am 4. Februar – keine Rettungspakete oder strategische BTC-Käufe – beschleunigten den Absturz von 80.000 auf 60.000 $.
Was sagen die technischen Indikatoren?
Alle wichtigen technischen Indikatoren sind im Tageschart bärisch. Kurzfristig zeigen sich überverkaufte Bedingungen, die typischerweise Erholungen vorausgehen, aber die langfristige Struktur bleibt instabil.

Quelle: Tradingview
Hier eine Übersicht der wichtigsten Indikatoren (8.–9. Februar):
| Indikator | Tageschart | Wochenchart | Signal |
|---|---|---|---|
| RSI (14 Tage) | ~33 (nahe überverkauft) | Unter 40 | Bärisch, aber bald Erholung möglich |
| MACD | Bärischer Crossover, fallend | Bärisch | Anhaltender Abwärtsdruck |
| 20-Tage-EMA | ~86.100 $ (deutlich höher) | N/A | Starker Widerstand darüber |
| 50-Tage-EMA | ~89.200 $ | Abwärts geneigt | Bärischer Trend bestätigt |
| 100-Tage-EMA | ~93.300 $ | Abwärts geneigt | Bärischer Trend bestätigt |
| 200-Tage-EMA | ~97.500 $ | Noch steigend | Langfristiger Trend schwächer |
| 365-Tage-MA | Unterschritten | Unterschritten | Starkes bärisches Signal |
| Bollinger-Bänder | Preis am unteren Band | Ausweitung | Hohe Volatilität |
Der Bruch des 365-Tage-gleitenden Durchschnitts ist bedeutend. CryptoQuant meldet einen Rückgang von 23 % in 83 Tagen, nachdem BTC unter dieses Niveau gefallen ist – schlimmer als die Bärenphase Anfang 2022.
Der RSI liegt auf mehreren Plattformen zwischen 28–33 im Tageschart. Laut Investtech (8. Februar) signalisiert ein Wert unter 30 „stark negatives Momentum“, allerdings deuten niedrige RSI-Werte bei großen Assets häufig auch überverkaufte Bedingungen und eine mögliche Gegenbewegung an.
Ein positives Signal: Auf einigen Zeitebenen divergiert der RSI positiv zum Preis. Während der Preis neue Tiefs markierte, tat dies der RSI nicht – möglicherweise ein Zeichen für nachlassenden Verkaufsdruck und Erholungspotenzial.
Welche wichtigen Unterstützungs- und Widerstandszonen gibt es diese Woche?
Die relevanten Kursmarken haben sich im Vergleich zu vor zwei Wochen deutlich verschoben. Hier die Übersicht für 10.–16. Februar:
| Level | Typ | Bedeutung |
|---|---|---|
| 60.000–61.000 $ | Hauptunterstützung | Tagestief 6.2.; 200-Wochen-MA; entspricht Realized Price |
| 65.000–66.000 $ | Sekundärstütze | Crash-Tief vom 5.2.; psychologisch |
| 68.000–70.000 $ | Aktuelle Range | Konsolidierung am Wochenende; wichtige Marke |
| 72.000–73.500 $ | Erster Widerstand | Muss für nachhaltige Erholung überwunden werden |
| 75.000–76.000 $ | Widerstand | Früher Support, jetzt Widerstand; Polymarket-Prognose |
| 79.000–81.000 $ | Starker Widerstand | Frühere Unterstützung jetzt Widerstand |
| 84.000–86.000 $ | Hauptwiderstand | Frühere Unterstützungszone; 20-Tage-EMA |

Quelle: Tradingview
Die 60.000 $-Marke ist ein zentraler Bereich, an dem mehrere Datenpunkte zusammenlaufen. Stifel hat anhand vergangener Zyklen modelliert, dass BTC bei anhaltender Schwäche bis auf 38.000 $ fallen könnte, aber der 200-Wochen-Durchschnitt um 58.000–60.000 $ hat sich historisch als Zyklustief bewährt. Auch laut CoinDesk entspricht dieses Niveau dem durchschnittlichen Einstandspreis der Holder („realized price“).
Aufwärts liegt laut Polymarket die höchste Wahrscheinlichkeit für den Monatsultimo bei 75.000 $ (54 %). Dafür wäre ab jetzt ein Anstieg um rund 10 % nötig. Angesichts der Volatilität nicht ausgeschlossen, würde aber vermutlich einen makroökonomischen Impuls benötigen.
Was treibt den Verkaufsdruck diese Woche an?
Der Ausverkauf im Februar war kein einmaliges Ereignis, sondern die Folge sich verstärkender Faktoren.
ETF-Abflüsse: US-Spot-ETFs waren 2026 Nettoseller. Von November 2025 bis Januar 2026 verzeichnete der ETF-Sektor Nettoabflüsse von rund 6,2 Mrd. $ – die längste Periode seit Auflegung dieser Produkte. BlackRocks IBIT allein verlor 528 Mio. $ an einem Tag. Der durchschnittliche Einstiegspreis der ETF-Investoren liegt bei 81.600 $, wodurch viele institutionelle Anleger aktuell im Minus sind. Das könnte weiteren Verkaufsdruck erzeugen.
Liquidationen: Über 16 Mrd. $ an gehebelten Positionen wurden in weniger als 10 Tagen liquidiert. Am heftigsten Tag (5. Februar) wurden 2,58 Mrd. $ ausgelöscht, 93 % davon Long-Positionen. Das Open Interest fiel auf 103 Mrd. $; die Finanzierungsraten waren negativ – klassisches Zeichen für dominierende Bärenstimmung.
Makro-Gegenwind: Die Leitzinsen verharren bei 3,50–3,75 %, Zinssenkungen sind nicht in Sicht. Geopolitische Spannungen (USA/Iran) treiben Investoren in sichere Anlagen. Gold stieg auf über 4.900 $, während BTC 40 % nachgab – ein Dämpfer für das Narrativ des „digitalen Golds“.
Gold vs. BTC: Während Gold im Jahresvergleich über 60 % zulegte, verlor BTC fast 40 %. Diese Divergenz stellt die Wertaufbewahrungsfunktion von Bitcoin infrage und verschiebt die Analystenperspektive von „Wann steigt BTC?“ zu „Kann BTC ohne Liquidität steigen?“
Was sagen Analysten zur aktuellen Woche?
Die Meinungen der Analysten sind geteilt: Einige sehen einen tradebaren Boden, andere erwarten vor Stabilisierung weitere Verluste.
| Quelle | Ausblick | Zielmarke / Bereich |
|---|---|---|
| CoinCodex | Kurzfristig bärisch | 72.000–77.250 $ (10.–16.2.) |
| CoinDCX | Bärisch, Erholungszone | 72.000–82.000 $ (9.–15.2.) |
| Citi (Alex Saunders) | Unter 70.000 $ negativ | Weitere Verluste unter 70.000 $ |
| Stifel | Zyklische Risiken | Rückgang bis 38.000 $ möglich |
| CoinShares (Butterfill) | Vorsichtig, H2 Erholung | 120.000–170.000 $ (2026) |
| Standard Chartered | Langfristig bullisch | Kursziel 150.000 $ (Jahresende) |
| Canary Capital | Bärenmarkt bis Q4 | Stabilisierung 50.000–60.000 $ |
| Polymarket Trader | Neutral bis bärisch | 54 % Wahrscheinlichkeit: 75.000 $ |
Als potenzieller Impulsgeber steht in der Woche 10.–16. Februar die US-Inflationsrate (CPI) im Kalender. Schwächere Werte könnten eine Erholung auslösen, stärkere Daten und damit steigende Zinserwartungen könnten BTC zurück in Richtung 60.000 $ drücken.
Wie sollten Trader diese Woche vorgehen?
Die Daten deuten auf extreme Angst und überverkaufte technische Bedingungen. Solche Kombinationen haben historisch oft zu Gegenbewegungen geführt. Aber auch weitere Abwärtsbewegungen sind möglich, wenn das Umfeld schwierig bleibt.
Mögliche Erholung: RSI unter 30 mit positiver Divergenz, hohe realisierte Verluste am 5. Februar (3,2 Mrd. $), extrem negative Stimmung (Fear & Greed Index 11–14), echte Kaufvolumen am Freitag. Durchschnittliche Februar-Renditen historisch +14,3 %.
Bärische Fortsetzung: Alle EMAs liegen über dem Kurs, 365-Tage-MA erstmals seit März 2022 unterschritten, ETF-Investoren im Minus (81.600 $), keine kurzfristigen makroökonomischen Impulse, zurückgehendes Open Interest.
Pragmatischer Ansatz: Die Woche eignet sich für Levels statt Prognosen. Bleibt BTC über 65.000 $ und holt 72.000–73.500 $ zurück, ist Platz bis 75.000–78.000 $. Fällt BTC erneut unter 65.000 $, rückt der Bereich 58.000–60.000 $ als nächstes in den Fokus und definiert, ob es sich um eine tiefere Korrektur oder den Beginn eines längeren Bärenmarkts handelt.
Für das Positionsmanagement sind Stop-Loss, Positionsgröße und die Liquidität der Handelsplattform entscheidend.
Phemex bietet BTC/USDT-Perpetual Contracts mit bis zu 100x Hebel, schnelle Orderausführung und 24/7 Liquidität im Spot- und Derivate-Markt. Das System verarbeitet bis zu 300.000 Transaktionen pro Sekunde und nutzt Mechanismen, die unnötige Liquidationen bei plötzlichen Kursbewegungen verhindern sollen.
Häufig gestellte Fragen
Wie steht der Bitcoin-Kurs aktuell im Februar 2026?
BTC handelt am 8.–9. Februar 2026 bei ca. 68.400 $. Am 6. Februar wurde ein Tagestief von 60.062 $ erreicht. Der Kurs liegt damit ca. 46 % unter dem Allzeithoch von Oktober 2025.
Warum ist Bitcoin im Februar 2026 abgestürzt?
Mehrere Faktoren: Finanzminister Bessent sprach sich gegen Rettungsmaßnahmen für Krypto aus, Spot-ETF-Abflüsse über 1,5 Mrd. $ in einer Woche, 16 Mrd. $ an gehebelten Positionen wurden liquidiert, sowie ein risikoscheues Marktumfeld durch hohe Zinsen und geopolitische Spannungen.
Welche Bitcoin-Unterstützungszonen sind aktuell wichtig?
Die nächste Unterstützung liegt bei 65.000–66.000 $. Die zentrale Zone bei 60.000–61.000 $ vereint 200-Wochen-Durchschnitt und Realized Price als wichtigsten Boden. Stifel warnt bei längerem Abwärtstrend vor 38.000 $.
Befindet sich Bitcoin in einem Bärenmarkt?
Technisch betrachtet ja: 46 % Rückgang vom Allzeithoch, Bruch des 365-Tage-MA, negative Finanzierungsraten, anhaltende ETF-Abflüsse. CoinShares und Canary Capital erwarten eine Erholung frühestens im Q4 2026.
Wird sich Bitcoin 2026 erholen?
Langfristige Analystenziele bleiben optimistisch. Standard Chartered hält am Jahresendziel von 150.000 $ fest. CoinShares erwartet 120.000–170.000 $ mit stärkerer Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte. Polymarket sieht nur 23 % Wahrscheinlichkeit, dass BTC unter 55.000 $ fällt – der Markt sieht den Boden relativ nah. Der Erholungsverlauf hängt stark von der US-Geldpolitik, Stabilisierung der ETF-Flüsse und regulatorischer Klarheit ab.
Wie kann ich Bitcoin bei hoher Volatilität handeln?
Wählen Sie Plattformen mit hoher Liquidität, engen Spreads und Schutzmechanismen gegen unnötige Liquidation. Bei Phemex laufen BTC/USDT-Perpetuals rund um die Uhr mit Dual-Preissystem. In volatilen Phasen sind Positionsgröße und Stop-Loss wichtiger als die Richtung.
Fazit
Bitcoin erlebt seine stärkste Korrektur seit FTX. Im Tageschart zeigen alle technischen Indikatoren bärische Signale, aber der RSI nähert sich überverkauften Niveaus, die oft kurzfristige Erholungen begünstigt haben. Der Bereich 65.000–73.500 $ bleibt diese Woche im Fokus. Oberhalb von 73.500 $ haben Bullen Spielraum bis 75.000–78.000 $, unterhalb von 65.000 $ wird die Unterstützung bei 58.000–60.000 $ getestet. Die US-Inflationsdaten werden zum entscheidenden Faktor.
Handeln Sie nach klaren Levels und mit durchdachtem Risikomanagement.
Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Der Handel mit Kryptowährungen ist mit erheblichen Risiken verbunden. Führen Sie immer eigene Recherchen durch, bevor Sie Handelsentscheidungen treffen.





