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CLARITY Act: Stablecoin-Renditen, Bankenlobby und Auswirkungen auf Krypto-Trader

Schlüsselpunkte

Der CLARITY Act könnte die Regulierung von Krypto-Assets in den USA maßgeblich verändern und bringt neue Vorgaben für Stablecoin-Renditen, DeFi und den rechtlichen Status der meisten Token. Banken und Kryptounternehmen diskutieren aktuell noch den finalen Rahmen.

Das Gesetz passiert das Repräsentantenhaus – im Senat wird es kompliziert

Der Digital Asset Market Clarity Act of 2025, kurz CLARITY Act, wurde im Juli 2025 mit einer parteiübergreifenden Mehrheit von 294 zu 134 Stimmen im US-Repräsentantenhaus angenommen. Kurzzeitig feierte die Kryptoindustrie einen vermeintlich einfachen Weg zum ersten umfassenden Rechtsrahmen für digitale Märkte in den USA.

Doch im Senat stagniert das Vorhaben.

Stand März 2026 ist das Gesetz im Senat ins Stocken geraten – zwischen den Interessen der Kryptoindustrie, die regulatorische Klarheit anstrebt, und der mächtigen US-Bankenlobby, die ihre Position sichern möchte. Der Hauptstreitpunkt: Dürfen Stablecoin-Emittenten und Kryptoplattformen Zinsen bzw. Renditen auf US-Dollar-gebundene Token anbieten? Banken argumentieren, dies würde Kryptounternehmen erlauben, wie Schattenbanken zu agieren – ohne Banklizenz.

Dieses Ringen ist entscheidend, denn es beeinflusst nicht nur ein Gesetz, sondern die grundsätzlichen Regeln zur Einordnung, Regulierung und zum Handel sämtlicher Krypto-Assets in den USA – und das für Jahre.

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Zuständigkeiten: SEC vs. CFTC im Überblick

Der CLARITY Act adressiert eine Kernfrage im Kryptosektor seit 2017: Handelt es sich bei diesem Token um ein Wertpapier oder eine Ware?

Das Gesetz unterscheidet drei Asset-Kategorien:

1. Digitale Commodities

Tokens, deren Wert "untrennbar mit der Nutzung eines Blockchain-Netzwerks verbunden" ist – etwa Bitcoin, ETH (nach dem Merge), SOL und die meisten nativen Layer-1- und Layer-2-Tokens. Laut CLARITY Act fallen diese unter die exklusive CFTC-Aufsicht. Die CFTC überwacht Spotmärkte, setzt Regeln gegen Betrug und Marktmanipulation durch und verpflichtet Intermediäre (Börsen, Broker, Verwahrer) zur Registrierung.

Das bedeutet einen Paradigmenwechsel: Die SEC reklamierte bislang zahlreiche Token als nicht registrierte Wertpapiere. Der CLARITY Act würde diese Sichtweise für die große Mehrheit der Krypto-Assets umkehren.

2. Investment Contract Assets

Tokens, die im Rahmen von Fundraising-Aktivitäten (ICOs, SAFTs, Tokenverkäufen) ausgegeben werden, verbleiben – während der primären Emissions- und Vertriebsphase – unter SEC-Aufsicht. Sobald ein Netzwerk "ausreichend dezentralisiert" ist (definiert durch Kriterien wie Token-Verteilung, Governance und Nutzung), wird das Asset zum digitalen Commodity und fällt unter die CFTC.

3. Erlaubte Zahlungs-Stablecoins

Dollar-gebundene Token wie USDC und USDT erhalten einen eigenen Regulierungsrahmen. Genau an diesem Punkt entzündet sich die Debatte im Senat.

Der Stablecoin-Rendite-Konflikt: Banken vs. Krypto

Das größte Hindernis für den CLARITY Act ist ein Abschnitt – beziehungsweise dessen Fehlen – zur Stablecoin-Rendite.

Der Ablauf bisher:

Der Entwurf des Bankenausschusses im Senat verbietet es Anbietern digitaler Assets, Zinsen oder Renditen auf reine Stablecoin-Guthaben zu zahlen. Die Begründung: Wenn eine Kryptoplattform z.B. 4,5% APY auf das Halten von USDC zahlt, konkurriert sie mit Sparkonten – jedoch ohne Einlagensicherung, Mindestreserven oder Banklizenz.

Das Weiße Haus schlug Anfang März 2026 einen Kompromiss vor: Stablecoin-Renditen sollen in limitierten Kontexten (Peer-to-Peer-Zahlungen, DeFi-Lending) erlaubt, für inaktive Guthaben aber verboten sein. Die Kryptoindustrie akzeptierte dies.

Die American Bankers Association lehnte am 5. März 2026 ab, da selbst eine begrenzte Zulassung aus ihrer Sicht ein "gesetzliches grünes Licht" sei, um Bankkunden abzuwerben.

Senatorin Angela Alsobrooks und Senator Thom Tillis kündigten am 10. März einen neuen parteiübergreifenden Kompromiss an – vorgestellt beim Gipfel der ABA in Washington. Der Senatsausschuss für Banken prüft eine Überarbeitung im März.

Die praktische Frist: Mai–Juni 2026, bevor der Fokus auf die Zwischenwahlen den Senat blockiert. Finanzministerin Bessent nennt den "Frühling 2026" als Ziel, Prognosemärkte bewerten die Signierwahrscheinlichkeit auf etwa 72%.

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Was bedeutet das für Krypto-Trader?

Sollte der CLARITY Act in ähnlicher Form verabschiedet werden, könnten sich folgende Auswirkungen ergeben:

Mehr Token, weniger Rechtsunsicherheit

Die Neueinstufung der meisten Blockchain-nativen Token als digitale Commodities beseitigt die rechtliche Unsicherheit vieler Assets. Projekte, die US-Launches wegen SEC-Risiken verzögerten, hätten nun einen klaren Registrierungsweg über die CFTC – und das Angebot an handelbaren Vermögenswerten auf konformen Plattformen wie Phemex würde steigen.

DeFi wird ausdrücklich berücksichtigt

Der CLARITY Act enthält Schutzmechanismen für DeFi-Protokolle und unterscheidet zwischen zentralisierten Intermediären (registrierungspflichtig) und wirklich dezentralisierten Protokollen (leichtere Aufsicht). Das kann sich positiv auf DeFi-Tokenbewertungen und auf Plattformen mit CeFi/DeFi-Schnittstellen auswirken.

Staking ist kein Wertpapier

Das Gesetz stellt klar: Staking-Belohnungen – also Erträge aus der Validierung von Proof-of-Stake-Netzwerken – gelten nicht als Wertpapierangebote. Zusammen mit der unlängst erfolgten SEC-Zulassung von gestakten ETH-ETFs entsteht so Rechtssicherheit für Staking-Produkte im gesamten Sektor.

Stablecoin-Renditen: Der Unsicherheitsfaktor

Erlaubt der Senat selbst begrenzte Renditen auf Stablecoins, entsteht ein neues Produktsegment: regulierte, plattformbasierte Sparprodukte auf USD-Stablecoins. Sollte die Bankenlobby ein vollständiges Verbot durchsetzen, müssten Renditeprodukte auf Stablecoins über DeFi-Protokolle laufen – was die Nutzung erschwert, aber nicht verhindert.

Zeitplan: Wichtige Termine im Überblick

Datum Ereignis
10. März 2026 Senators Alsobrooks & Tillis kündigen neuen Kompromiss an
Mitte–Ende März Überarbeitung im Senatsbankenausschuss (zweiter Versuch)
April 2026 Abstimmung mit der Version des Agrarausschusses
Mai–Juni 2026 Praktische Frist vor dem Wahlkampf
Polymarket Odds 72% Wahrscheinlichkeit für Unterschrift durch den Präsidenten 2026

Trader sollten die Ausschusssitzungen genau beobachten. Bei Erfolg folgt die Senatsabstimmung, die die Versionen beider Ausschüsse zusammenführt. Anschließend geht das Gesetz ins Repräsentantenhaus und zur Unterschrift an den Präsidenten.

Wie positionieren sich Trader für regulatorische Klarheit?

Unabhängig vom Ausgang der Stablecoin-Debatte zeichnet sich ein Trend ab: Die USA steuern auf ein reguliertes, CFTC-geführtes Framework für digitale Commodities zu. Dies könnte insbesondere folgende Bereiche begünstigen:

  • Layer-1-Token (BTC, ETH, SOL), die klar als digitale Commodities eingestuft werden
  • DeFi-Governance-Token, die von den Ausnahmeregelungen profitieren
  • Handelsplattformen mit bestehender Compliance-Infrastruktur für neue Registrierungsanforderungen

Auf Phemex können Trader Spot-Handel, Perpetual Futures mit bis zu 100-fachem Hebel und automatisierte Trading Bots über verschiedene Asset-Kategorien nutzen – so lässt sich flexibel auf regulatorische Entwicklungen und die daraus entstehenden langfristigen Markttrends reagieren.

FAQ

Q: Wann wird der CLARITY Act Gesetz? Das Gesetz wurde im Juli 2025 vom US-Repräsentantenhaus verabschiedet und befindet sich derzeit wegen der Stablecoin-Debatte im Senat. Finanzministerin Bessent nennt Frühling 2026 als Ziel; Prognosemärkte sehen eine Wahrscheinlichkeit von etwa 72%. Die praktische Frist ist Mai–Juni, bevor der Wahlkampf beginnt.

Q: Was unterscheidet den CLARITY Act von FIT21? FIT21 (Financial Innovation and Technology for the 21st Century Act) war ein Vorläufer aus dem Jahr 2024, der die Grundlage für die Aufteilung SEC/CFTC schuf. Der CLARITY Act geht weiter: mit detaillierteren Definitionen, klareren Kriterien zur Dezentralisierung, Ausnahmeregelungen für DeFi und spezifischen Stablecoin-Vorgaben. Er ersetzt FIT21.

Q: Ändert sich für mich als Trader durch den CLARITY Act etwas? Ja. Die meisten Token würden als digitale Commodities unter CFTC-Aufsicht eingestuft, was das Angebot auf regulierten US-Plattformen erweitert. Zudem wird Staking als nicht-wertpapierbezogen anerkannt und es entstehen klarere Regeln für DeFi-Protokolle – das kann Liquidität und Rechtssicherheit erhöhen.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Rechtsberatung dar. Regulatorische Ergebnisse sind unsicher, Gesetzestexte können sich bis zur Verabschiedung ändern. Führen Sie stets eigene Recherchen durch, bevor Sie Anlageentscheidungen treffen.

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