Bitcoin schafft es trotz günstiger Bedingungen am US-Aktienmarkt und steigender Goldpreise nicht, die Marke von 91.000 US-Dollar zu überschreiten. Händler beobachten aufmerksam die mögliche Zinssenkung der Federal Reserve am 10. Dezember, wobei Daten der CME Group eine 87-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung anzeigen. Diese Erwartung wird durch Anzeichen von Schwäche auf dem US-Arbeitsmarkt genährt, da die fortlaufenden Anträge Mitte November 1,96 Millionen erreichten. Trotz dieser makroökonomischen Faktoren wird die Dynamik von Bitcoin durch stagnierende ETF-Zuflüsse und einen vorsichtigen Derivatemarkt gebremst. Die Nachfrage nach BTC-Put-Optionen ist gestiegen, was die Unsicherheit unter den Investoren widerspiegelt. Zudem halten Bitcoin-Futures eine Prämie von 4 % gegenüber den Spotmärkten, was auf mangelnde Bereitschaft für gehebelte Long-Positionen hinweist. Unterdessen hat die jüngste Bewegung von 1.163 BTC durch SpaceX Spekulationen über mögliche Verkäufe ausgelöst, was die Zurückhaltung am Markt verstärkt. Die Steuerkürzungspläne von Präsident Trump und nachlassende Sorgen im KI-Sektor haben das Vertrauen der Investoren in knappe Vermögenswerte wie Gold und Silber gestärkt. Der Weg von Bitcoin zu 100.000 US-Dollar scheint jedoch zunehmend unabhängig von breiteren makroökonomischen Trends zu verlaufen, da seine Korrelation mit Technologiewerten abnimmt. Eine anhaltende Unterstützung über 90.000 US-Dollar könnte die bullische Stimmung stärken, abhängig von erneuten ETF-Zuflüssen und Liquiditätsmaßnahmen der Zentralbanken.