Einleitung
Die ersten Wochen des Jahres 2026 sind bereits gespickt mit wirtschaftlichen Veröffentlichungen mit hohem Markteinfluss. Für Krypto-Trader bedeutet das meistens eines: Es steht Volatilität bevor. Was es nicht bedeutet, ist, dass du krampfhaft am Bildschirm sitzen und panisch klicken solltest, wenn die Zahlen veröffentlicht werden.
Es gibt einen besseren Weg: Definiere deinen Plan frühzeitig. Lass bedingte Orders diesen ausführen. Nimm Emotionen aus der Gleichung.

Was steht im makroökonomischen Kalender an?
Zwei wichtige Veröffentlichungen sind wahrscheinlich kursbewegend für die globalen Märkte:
| Datum | Event | Warum ist es relevant? |
| 9. Januar 2026 | Non-Farm Payrolls (NFP) | Die Stärke des Arbeitsmarktes beeinflusst den Kurs der US-Notenbank (Fed) |
| 13. Januar 2026 | Consumer Price Index (CPI) | Inflationsdaten prägen Zinserwartungen |
Beide erscheinen jeweils um 8:30 Uhr Eastern Time, und historisch reagiert Bitcoin in diesen Zeitfenstern mit erhöhter Volatilität.
Das Muster ist vorhersehbar: Daten überraschen die Erwartung → Märkte preisen Fed-Politik neu → Risiko-Assets (einschließlich Krypto) reagieren.
Unvorhersehbar bleibt: die Richtung.
Das Problem: Emotionales Trading
Das passiert bei den meisten Tradern während makroökonomischer Events:
- Anspannung vor der Veröffentlichung: Vor dem Bildschirm sitzen, unsicher ob man Positionen halten oder schließen soll
- Daten kommen: Preis schießt in Sekundenschnelle nach oben oder unten
- FOMO setzt ein: Man jagt der Bewegung hinterher, nachdem sie bereits passiert ist
- Slippage & Overtrading: Einstieg zu schlechten Kursen, Ausstieg zu früh oder zu spät
- Reue nach dem Event: Man erkennt, dass der Trade emotional und nicht rational war
Dieser Zyklus wiederholt sich bei jedem CPI, jedem NFP, jeder FOMC. Das Resultat? Unnötige Verluste und verpasste Chancen.
Die eigentliche Ursache ist nicht schlechte Analyse, sondern reaktives statt proaktives Trading.
Die Lösung: Handeln mit Plan
Professionelle Trader raten selten die Richtung. Sie erstellen stattdessen Szenarien-Pläne.
Hier werden Bedingte Orders essenziell.
Eine bedingte Order bleibt inaktiv, bis ein Trigger-Preis erreicht wird. Dann wird sie zur Market- oder Limit-Order. Einfach gesagt:
„Wenn der Preis X erreicht, führ diesen Trade für mich aus.“
So kannst du dich in Ruhe vorbereiten, anstatt unter Druck zu reagieren.
Wichtige Ordertypen für Makro-Events
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Bedingte Stop Orders (Breakout Entries)
Platziere eine Buy-Stop-Order über dem Widerstand oder eine Sell-Stop-Order unter der Unterstützung. Kommt es zum Ausbruch, wird dein Trade automatisch ausgeführt.
Beispiel-Setup vor den NFP:
- BTC-Kurs bei 94.000 $
- Widerstand bei 96.000 $
- Buy-Stop-Trigger bei 96.200 $, um einen bestätigten Ausbruch zu erwischen
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OCO-Orders (One Cancels the Other)
Setze zwei Orders gleichzeitig – eine für den Ausbruch nach oben, eine für den Durchbruch nach unten. Wird eine getriggert, löscht sich die andere automatisch.
Ideal bei erwarteter Volatilität ohne klarer Richtung:
- Buy-Stop bei 96.200 $ (Ausbruchsszenario)
- Sell-Stop bei 91.800 $ (Abbruchszenario)
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Take Profit und Stop Loss
Definiere deine Ausstiegslevel schon beim Einstieg:
- Take Profit: Gewinne werden bei Zielerreichung realisiert
- Stop Loss: Begrenze das Abwärtsrisiko, falls der Trade gegen dich läuft
Diese Orders werden automatisch ausgeführt und verhindern, dass man „noch etwas hält“ oder „auf den Bounce wartet“.
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Trailing Stop
Ein Trailing Stop passt sich dynamisch an, je weiter sich der Kurs in deine Richtung bewegt. Wenn BTC nach CPI steigt, zieht der Trailing Stop mit nach oben. Dreht der Kurs, schließt die Order und sichert Gewinne ab.
Beispiel:
- Einstieg bei 94.000 $
- Trailing Stop bei 3 %
- BTC steigt auf 100.000 $ → Trailing Stop geht auf 97.000 $
- BTC fällt auf 97.000 $ → Position wird mit Gewinn geschlossen
Deinen Makro-Trading-Plan erstellen
Schritt 1: Schlüssellevel vor dem Event identifizieren
Betrachte die aktuelle Kursbewegung:
- Wo liegt die Unterstützung? (Der Preis ist hier früher schon abgeprallt)
- Wo liegt der Widerstand? (Hier wurde der Kurs mehrfach abgewiesen)
- Was ist die aktuelle Range?
Diese Zonen werden zu deinen Triggerpunkten.
Schritt 2: Deine Szenarien definieren
Lege vor dem Event fest:
- „Wenn der Kurs über [Widerstand] ausbricht, gehe ich long“
- „Wenn der Kurs unter [Unterstützung] durchbricht, gehe ich short“
- „Mein maximales Risiko pro Trade beträgt X %“
Das schriftliche Festhalten hilft, Zögern zu vermeiden.
Schritt 3: Orders im Voraus platzieren
Nutze die Ordertypen von Phemex:
- Bedingte Orders an Breakout-/Breakdown-Levels
- Setze TP/SL für jeden möglichen Einstieg
- Nutze OCO, wenn du beide Richtungen abdecken willst
Schritt 4: Weg vom Bildschirm!
Warum funktioniert das?
Märkte belohnen nicht Vorhersagen, sondern Vorbereitung.
Conditional Trading hilft dir dabei:
- Objektiv Breakouts zu traden
- Panik-Trading zu vermeiden
- Slippage im Vergleich zu Market-Orders zu minimieren
- Emotionen aus der Entscheidungsfindung zu nehmen
- Selbst dann teilzunehmen, wenn du bei Veröffentlichung nicht online bist
Die Trader, die Makro-Events beständig meistern, sind diszipliniert in der Ausführung, nicht nur in der Analyse.
Praxisbeispiel: NFP-Setup
(Hinweis: Die untenstehenden Preislevels dienen der Veranschaulichung basierend auf dem Stand vom 5. Januar. Bitte an die Live-Charts anpassen.)
Szenario: NFP wird am 9. Januar veröffentlicht. Du erwartest Volatilität, willst aber keine Richtung vorherbestimmen.
Markt aktuell:
- BTC bei 93.500 $
- 24h-Range: 92.000–95.000 $
- Wichtiger Widerstand: 96.000 $
- Wichtige Unterstützung: 91.000 $
Dein Plan:
| Ordertyp | Richtung | Triggerpreis | Ziel | Stop Loss |
| Bedingte Buy-Order | Long | 96.200 $ | 100.000 $ | 94.000 $ |
| Bedingte Sell-Order | Short | 90.800 $ | 86.000 $ | 93.000 $ |
Nutze OCO, um die Orders zu verknüpfen – wird eine ausgelöst, verfällt die andere.
Mögliche Szenarien:
- Starke NFP → Risk-off → BTC bricht nach unten aus → Short wird ausgelöst → Trade läuft bis zum Ziel
- Schwache NFP → Risk-on → BTC bricht nach oben aus → Long wird ausgelöst → Trade läuft bis zum Ziel
- Daten neutral → Kein Ausbruch → Keine Order ausgelöst → Kein rutschiger Seitwärtsmarkt
Jede Ausgangslage ist abgedeckt. Kein endloses Chart-Refreshen nötig.
Tools bei Phemex
Phemex bietet das komplette Toolkit für diese Herangehensweise:
- Bedingte Orders: Triggerbasierte Einstiege festlegen
- OCO Orders: Zwei Orders verlinken, eine löscht die andere
- Take Profit / Stop Loss: Exits vorab festlegen
- Trailing Stop: Gewinne absichern, wenn sich der Kurs bewegt
Alle Tools sind auf Web und Mobile für USDT-M, USDC-M und Coin-M Perpetual Contracts verfügbar.
Risikohinweis: Die Inhalte dienen ausschließlich der Bildung und stellen keine Finanzberatung dar. Trading ist mit erheblichen Risiken verbunden. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für künftige Entwicklungen. Setze nur Kapital ein, dessen Verlust du verkraften kannst.
Fazit
Der Januar 2026 wird volatil. Weder CPI noch NFP interessieren sich für deine Prognose — sie bewegen den Markt anhand von Daten versus Erwartung.
Du kannst die Daten nicht kontrollieren. Deinen Plan schon.
Setze deine Levels. Definiere deine Szenarien. Platziere die Orders. Lass das System ausführen.
So handeln Profis Makro-Events. So hörst du auf zu raten und fängst an, mit Disziplin zu traden.






