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Am 19. Februar 2026 sprang die Bitcoin-Mining-Difficulty um 14,73% auf 144,4 Billionen – das größte absolute Wachstum in der Geschichte des Netzwerks und der stärkste prozentuale Anstieg seit dem Mining-Verbot in China 2021. Die Hashrate erholte sich nach einem wetterbedingten Tief von 826 EH/s zurück auf etwa 1 ZH/s. Der BTC-Kurs liegt mit rund 68.000 US-Dollar etwa 20% unter den durchschnittlichen Produktionskosten, die auf etwa 87.000 US-Dollar geschätzt werden.
Die Differenz zwischen Preis und Produktionskosten ist für Marktteilnehmende besonders relevant. Immer, wenn BTC unter den Kosten gehandelt wurde, entstand eine typische Abfolge von Marktereignissen – und genau diese spielt sich aktuell ab.
Ursachen für den Rekordanstieg
Winterstürme in den USA Ende Januar führten dazu, dass große Mining-Standorte in Texas und Georgia zeitweise offline gingen. Foundry USA, der größte Mining-Pool, verzeichnete einen Einbruch der Hashrate von fast 400 EH/s auf circa 198 EH/s. Netzbetreiber ordneten Leistungsbeschränkungen an. Öffentliche Miner wie MARA, Riot Platforms und CleanSpark reduzierten oder stoppten ihre Aktivitäten.
Am 9. Februar sank die Difficulty um 11%, der stärkste Rückgang seit dem China-Bann 2021. Nach Abklingen der Stürme kehrte Strom zurück und Miner waren schnell wieder online. Die Hashrate stieg wieder auf über 1 ZH/s, Blöcke wurden schneller als das 10-Minuten-Ziel gefunden, und das Protokoll reagierte am 19. Februar mit der Rekordanpassung um 14,73% nach oben.
Die Geschwindigkeit ist entscheidend: Die Hashrate erholte sich innerhalb weniger Tage. Das unterstreicht, wie industrialisiert das Bitcoin-Mining inzwischen ist und wie engagiert die Betreiber arbeiten – selbst bei negativen Margen.
Zahlen zur Belastung der Miner
Der Hashprice (täglicher Umsatz pro Recheneinheit) ist seit dem BTC-Hoch im Oktober 2025 um 66% eingebrochen. Nach dem Halving im April 2024 verdienen Miner nur noch die Hälfte an BTC pro Block, und der aktuelle Bitcoin-Preis liegt ebenfalls rund 50% unter dem damaligen Höchststand.
Zwei glaubwürdige Quellen schätzen die Produktionskosten unterschiedlich: Checkonchain nennt 87.000 USD (Branchenschnitt), während das Krypto-Team von JPMorgan um Nikolaos Panigirtzoglou von 77.000 USD ausgeht (nach dem Difficulty-Rückgang, vor dem jüngsten Anstieg). Effizienteste Miner (Stromkosten <0,05 USD/kWh, neueste S21-ASICs) können für 34.000 bis 43.000 USD pro BTC produzieren. Alle anderen arbeiten unter Wasser.
Im Februar 2026 berichtete JPMorgan, dass Miner mit höheren Kosten Bitcoin verkaufen, um Betrieb und Schulden zu finanzieren oder in KI umzusteigen. Diese Verkäufe verstärkten den Preisdruck. Der Ausstieg der schwächeren Miner scheint jedoch abgeschlossen zu sein, und die Bank bleibt für das Jahr 2026 optimistisch.
Wie der Kapitulationszyklus der Miner funktioniert (und wo wir stehen)
Handelt BTC unter Produktionskosten, verkaufen Miner ihre Bestände, um zahlungsfähig zu bleiben. Das senkt den Preis weiter und zwingt ineffiziente Miner, offline zu gehen. Die Hashrate sinkt, was die Difficulty und somit die Produktionskosten der verbleibenden Miner reduziert. Sobald kaum noch schwache Marktteilnehmende verbleiben und der Verkaufsdruck nachlässt, kann sich der Preis wieder stabilisieren.
Der Zyklus verläuft in fünf Phasen. Im Februar 2026 befindet sich der Markt aktuell hier:
- Phase 1: Preis unter Produktionskosten – Margen der Miner sind negativ, Verkäufe starten (aktiv seit Januar)
- Phase 2: Kapitulation – Schwache Miner gehen offline oder werden insolvent; das Hash Ribbon Signal (30-Tage- unter 60-Tage-Hashrate) wird ausgelöst (erstmals seit 2022)
- Phase 3: Difficulty sinkt – Das Protokoll regelt gegen, Produktionen werden günstiger (11% Rückgang am 9. Februar)
- Phase 4: Überlebende Miner stabilisieren sich – Effiziente Betreiber gewinnen Marktanteile; Verkaufsdruck nimmt ab (derzeit im Gange, Hashrate bei 1 ZH/s)
- Phase 5: Preisstabilisierung/Erholung – Historisch 2–4 Monate nach Hash Ribbon Signal (steht noch aus)
Der Rekordanstieg der Difficulty auf 144,4T am 19. Februar zeigt, dass Phase 4 läuft. Die Frage ist, wie lange diese Phase anhält, bevor eine Preiserholung eintritt.
Vergleich: 2019 dauerte es etwa 2 Monate vom Hash Ribbon Signal bis zum Preistief, 2022 etwa 3 Monate. Während der Erholung nach dem China-Bann 2021 dauerte es 6 Monate. Die Richtung war jeweils zuverlässig, Zeitpunkte variieren jedoch.
Was 2026 anders macht
Mining-Unternehmen nutzen Rechenzentren zunehmend für KI und High-Performance-Computing. Bitfarms entfernte „Bitcoin“ aus seinem Firmennamen; Riot Platforms steht unter Druck, das KI-Geschäft auszubauen. Die Infrastruktur für KI ist deckungsgleich mit Mining (Energie, Kühlung, Immobilien), und KI-Hosting bringt aktuell höhere Erlöse pro Megawatt.
Für die Hashrate entsteht so ein Deckel: Kapazitäten, die in KI umgewidmet werden, kehren erst zurück, wenn Bitcoin-Mining wieder profitabler wird. Ein Teil der verlorenen Hashrate könnte dauerhaft wegfallen.
Langfristig kann dies zu geringerer Konkurrenz, langsamerem Difficulty-Wachstum, niedrigeren Produktionskosten und besseren Margen für verbleibende Miner führen. Der KI-Trend wirkt als Sicherheitsventil für das Mining.
Allerdings birgt der Zyklus 2026 auch mehr institutionelles Risiko: Öffentliche Miner halten große BTC-Bestände und haben Schulden. Massenverkäufe könnten stärkere Auswirkungen haben als in früheren, dezentraleren Zyklen.
Worauf man achten sollte und wie man darauf reagiert
- Hash Ribbon Erholung: 30-Tage-Durchschnitt über 60-Tage gleitet = Kapitulation endet (beobachten bei CryptoQuant, Glassnode)
- Hashprice-Trend: Steigt der Hashprice, bessert sich die Wirtschaftlichkeit (Hashrate Index)
- Produktionskosten vs. Spotpreis: Nähern sich beide an, ist Konsolidierung wahrscheinlich (Checkonchain)
- BTC-Bestände der öffentlichen Miner: Nachlassende Verkäufe deuten auf Marktbereinigung (MARA, RIOT, CLSK Reports)
- Whale-Akkumulation: Seit Mitte Dezember 2025 um 3,4% gestiegen (CryptoQuant)
Wichtige Marken: 65.000–68.000 USD gelten als aktuelle Unterstützung (Whale-Akkumulation); 77.000–87.000 USD als Produktionskostenband und potenzielle Zielzone, falls sich der Zyklus wie bisher entwickelt.
BTC/USDT auf Phemex handeln:
Schritt 1: Eröffnen Sie Ihr Phemex-Konto.
Schritt 2: Gehen Sie zu den BTC/USDT-Futures.
Schritt 3: Zahlen Sie USDT ein. Wählen Sie den gewünschten Hebel (bis zu 100x möglich; in volatilen Marktphasen wie jetzt ist konservatives Risikomanagement wichtiger als hohe Hebelwirkung).
Schritt 4: Position eröffnen. Das Hash Ribbon Signal war historisch ein verlässlicher Richtungsindikator, das genaue Timing eines Bodens bleibt jedoch schwierig. Sorgfältiges Positionsmanagement ist entscheidend.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet 1 ZH/s Hashrate?
Ein Zettahash pro Sekunde entspricht 1.000 Exahashes oder 10²¹ Hashes pro Sekunde. Dieses Niveau wurde Ende 2025 erstmals erreicht. 2019 lag die Netzwerkhashrate bei etwa 100 EH/s.
Warum steigt die Difficulty um 15%, obwohl der BTC-Preis gefallen ist?
Die Difficulty folgt der Hashrate, nicht dem Preis. Stürme führten zu einem Rückgang der Hashrate und damit zu einer um 11% sinkenden Difficulty. Nach der Rückkehr der Miner schnellte die Hashrate nach oben und das Netzwerk reagierte mechanisch mit +14,73%.
Ist Miner-Kapitulation bullisch oder bärisch?
Kurzfristig bärisch (Miner verkaufen BTC zur Deckung der Kosten), mittelfristig neutral bis potenziell positiv (Verkäufer werden aus dem Markt gespült, das Hash Ribbon Signal ging jedem Preistief seit 2019 um 2–4 Monate voraus).
Reduziert die KI-Umstellung die Hashrate dauerhaft?
Teilweise. Infrastruktur, die auf KI umgewidmet wird, steht nicht sofort wieder für Mining bereit. Verbesserte Mining-Ökonomie kann aber zu neuer ASIC-Investition führen. Das Wachstum der Hashrate dürfte sich verlangsamen, ein dauerhafter Rückgang ist weniger wahrscheinlich.
Fazit
Das Produktionskostenband von 77.000 bis 87.000 USD ist aktuell zentral. BTC notiert 12–20% darunter. Der Kapitulationszyklus befindet sich in Phase 4 (Überlebende Miner stabilisieren sich). Das Hash Ribbon Signal deutet darauf hin, dass in den kommenden 2–4 Monaten ein Preisboden entstehen könnte, sofern sich die historischen Muster wiederholen.
Es sind zwei Szenarien denkbar: Entweder steigt BTC in Richtung Produktionskosten, sobald die Verkäufe der schwächeren Miner ausbleiben (wie 2019, 2021 und 2022), oder der Preis fällt weiter, weitere Miner kapitulieren und die Difficulty folgt nach unten. Der 15%-Anstieg der Difficulty spricht eher für das erste Szenario. Das Netzwerk hat eine starke Störung absorbiert und ist gestärkt zurückgekehrt. Die hohe Verschuldung institutioneller Miner im Jahr 2026 macht den Zyklus jedoch risikoreicher als frühere.
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Bildungszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Der Handel mit Bitcoin-Futures ist mit erheblichen Risiken verbunden. Vergangene Muster bei der Miner-Kapitulation sind keine Garantie für die künftige Kursentwicklung.






