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Was ist Velvet? DeFi-AI-Plattform erklärt

Schlüsselpunkte

Velvet ist eine DeFi-AI-Plattform, die KI-gestützten Handel, On-Chain-Vaults und ein umfassendes Portfoliomanagement vereint. Sie verbindet Handelsfunktionen, Vault-Management und automatisierte Strategien in einer professionellen Infrastruktur und adressiert damit Fragmentierungen im DeFi-Sektor.

Zentrale Erkenntnisse

  • Velvet ist ein DeFi-Ökosystem für Handel und Portfoliomanagement, das ein KI-gestütztes Trading-Terminal, Infrastruktur für Portfolio-Vaults, APIs und Agenten-Tools verbindet. In der Dokumentation wird Velvet als „DeFAI Trading & Portfolio Management Ecosystem powered by intents“ beschrieben, während die Hauptseite Velvet als KI-Krypto-Trading-Terminal für Spot, Perpetuals und Renditehandel positioniert.

  • Die Plattform besteht aus vier Hauptproduktbereichen: einem KI-Framework, einem Trading-Terminal, Portfolio-Vaults und einem Custom-App-Stack für White-Label-Lösungen.

  • Der Kerndesign-Fokus von Velvet liegt auf intentbasierter Ausführung, MEV-Schutz, einer nicht-verwahrenden Vault-Architektur und permissionierten Portfolio-Kontrollen. Dadurch ist Velvet sowohl für Privatanleger als auch für DAOs, KOLs, Fonds und Asset Manager relevant.

  • VELVET ist der Haupt-Token des Ökosystems und entfaltet seinen Nutzen durch veVELVET-Staking. Die Dokumentation nennt für veVELVET-Inhaber mögliche Token-Belohnungen, Rabatt auf Gebühren, Empfehlungsboni, Governance-Rechte und Ökosystem-Anreize.

Velvet gehört zu den interessanteren DeFi-Infrastrukturprojekten, da es nicht nur eine Funktion anbietet. Velvet ist keine reine DEX-Oberfläche, kein simples Copy-Trading-Tool und keine bloße KI-Schicht über DeFi-Angeboten. Stattdessen baut Velvet ein DeFAI-Trading- und Portfolio-Management -Ökosystem auf, in dem Nutzer handeln, Vaults verwalten, Strategien automatisieren und zukünftig KI-gestützte bzw. agentenbasierte Workflows aus einer einzigen Plattform heraus steuern können.

Das ist relevant, weil DeFi weiterhin ein Usability-Problem hat. On-Chain-Handel, Yield Farming, Vault-Management und Strategieautomatisierung finden meist in getrennten Apps mit unterschiedlicher UX, fragmentierter Liquidität und inkonsistenter Ausführungsqualität statt. Velvets Ansatz ist, diese Komplexität in eine integrierte Umgebung mit intentbasierter Ausführung, KI-Unterstützung, Portfolio-Vaults und APIs zu bündeln.

Was macht Velvet konkret?

Velvet bietet vier Hauptfunktionen: das KI-Framework, das Trading-Terminal, das Portfoliomanagement und eine Custom-App-Schicht. Das zeigt die große Bandbreite der Plattform. Velvet unterstützt nicht nur Einzelpersonen beim Token-Tausch, sondern auch Trader, Communities und Drittanbieter, die auf der Velvet-Infrastruktur aufbauen möchten.

Die offizielle Website präsentiert die Endnutzerseite einfacher: ein KI-Krypto-Terminal für Spot-, Perpetual- und Rendite-Trades mit integriertem Routing, KI-Copilot und Unterstützung für sieben Blockchains. Nutzer können über Base, Ethereum, BNB Chain, Solana, Hyperliquid, Monad und Sonic handeln, dabei TradingView-Charts, Token-Trend-Discovery, fortschrittliche Ordertypen sowie Routing über mehrere Liquiditätsquellen nutzen. Velvet positioniert sich damit zwischen Trading-Terminal, Portfolio-Betriebssystem und DeFi-Infrastruktur.

Kernelemente des Velvet-Produktstacks

KI-Framework

Das KI-Framework von Velvet ist ein sich selbst verbesserndes Multi-Agent-KI-Betriebssystem für DeFi. Nutzer können damit laut Dokumentation Alpha finden, technische Analysen und Preisprognosen erhalten sowie Trades oder DeFi-Aktionen per natürlicher Sprache ausführen. Die Seite „Why Velvet“ nennt Velvet Unicorn (VU) als erste Intelligenzschicht, die Forschung, Handel und DeFi-Ausführung antreibt. Velvet positioniert KI nicht als reinen Chatbot, sondern als Ausführungs- und Forschungsschicht innerhalb von DeFi.

Trading-Terminal

Das Trading-Terminal ist der sichtbarste Teil der Plattform. Offiziell wird es als All-in-One-Lösung für Spot-, Perp- und Rendite-Trading beschrieben. Laut Dokumentation können Nutzer damit Tokens, DeFi-Pools und Trend-Assets direkt aus der eigenen Wallet analysieren und handeln. Im Fokus stehen KI-Copilot-Unterstützung, integriertes Routing und MEV-Schutz. Für viele Nutzer ist dies der einfachste Zugang zum Velvet-Ökosystem.

Portfoliomanagement

Das Portfoliomanagement bei Velvet basiert auf Vaults. Nutzer können laut Dokumentation persönliche oder geteilte Vaults mit öffentlicher oder privater Konfiguration, Whitelist und Gebührenstruktur erstellen. Der Vault-Guide erklärt, dass Ersteller Management-, Performance-, Ein- und Ausstiegsgebühren verlangen können; Follower treten über den Vault bei und erhalten den gleichen Ausführungspreis wie der Manager. Velvet eignet sich somit für Einzeltrader, öffentliche Trader, private Gruppen, DAOs und Communities.

Custom-App-Schicht

Velvet bietet auch eine White-Label- bzw. Custom-App-Lösung. Unternehmen können laut Dokumentation eine eigene App unter ihrer Marke und Domain starten, ohne alles von Grund auf neu aufbauen zu müssen. Dies adressiert Krypto-Projekte, Fintechs, Hedgefonds und Asset Manager. Velvet entwickelt sich so von einer Nutzer-App zur DeFi-Infrastructure-as-a-Service.

Warum ist die Velvet-Architektur besonders?

Velvet setzt auf intentbasierte Trade-Ausführung, Integration mit großen Aggregatoren und Solvern sowie Routing über On-Chain-Liquidität und OTC-ähnliche Märkte. Das Design basiert auf der Optimierung von Ausführungsqualität und MEV-Schutz. Während viele DeFi-Frontends nur ein oder zwei Liquiditätsquellen ansteuern, macht Velvet die Ausführung selbst zum Produkt.

Alle Vaults werden laut Dokumentation On-Chain mit eigenen Smart Contracts und Zugriffsrechten bereitgestellt. Manager können Strategien umsetzen, ohne das zugrunde liegende Asset in Verwahrung zu nehmen. Velvet spricht von nativer Account-Abstraktion und unterstützt auch Multi-Sig-Setups für größere Kunden. Ziel ist es, professionelles On-Chain-Portfolio-Management ohne Verwahrung zu ermöglichen.

KI Krypto Trading Terminal (Quelle)

Velvet Vaults und geteilte Portfolios

Das Vault-System ist eines der wichtigsten Merkmale der Plattform. Im Guide zu geteilten Vaults heißt es, ein Vault kann jedes in der App verfügbare Asset halten, darunter Altcoins, Memecoins, DeFi-Pools, Lending Assets und gestakte Tokens. Ersteller wählen Vault-Namen, Ticker, Sichtbarkeit, Transfersperren, Whitelist und Gebührenmodell.

Ein weiterer Vorteil: Follower erhalten beim Beitritt zu einer Strategie denselben Ausführungspreis wie der Manager und werden so vor Front-Running geschützt. Das ist für öffentliche Trader und Communities relevant, da viele Copy-Trading-Modelle im Krypto-Bereich unter Slippage und Ausführungsschwankungen leiden.

KI, Agents und der Velvet Unicorn Token

Velvet erwähnt Velvet Unicorn (VU) als Intelligenzschicht des Velvet-Ökosystems. Laut Tokenomics-Seite dient der Velvet Unicorn Token ($VU) als Zahlungs- bzw. „Gas“-Token für den KI-Copilot und agentenbasierte Strategien. Nutzer zahlen VU für Inferenzleistungen, wobei die Gebühr so aufgeteilt wird:

  • ein Drittel wird verbrannt,
  • ein Drittel geht in die Treasury für F&E,
  • ein Drittel wird als VELVET-Belohnung an veVELVET-Staker verteilt.

Das unterstreicht, dass Velvet nicht nur eine Handelsplattform, sondern ein tokenisiertes KI/DeFi-Betriebssystem mit getrennten ökonomischen Rollen für VELVET und VU entwirft.

Wofür steht der VELVET Token?

Laut Velvet-Dokumentation ist VELVET der Haupt-Token, sein Nutzen entfaltet sich jedoch überwiegend beim Staking zu veVELVET (Vote Escrowed). Nutzer können VELVET für eine Dauer zwischen 1 Woche und 200 Wochen sperren, wobei längere Sperrfristen mehr veVELVET bringen, das Guthaben aber linear abnimmt.

veVELVET-Staker können laut Dokumentation Folgendes erhalten:

  • VELVET-Belohnungen,
  • „reale Rendite“ von Umsätzen aus Rückkäufen,
  • Trading-Gebührenrabatte,
  • erhöhte Empfehlungsboni,
  • Partner- und Launch-Belohnungen,
  • Governance-Rechte bei DAO-Entscheidungen.

Zukünftige Governance könnte laut Velvet auch Votes zur Allokation von Emissionen auf verschiedene Vaults umfassen, mit potentiellen Anreizsystemen. Das Token-Modell ähnelt damit eher veToken-Systemen wie bei Curve als einem reinen Governance-Token.

Velvet Tokenomics

Das Tokenmodell ist laut Velvet darauf ausgelegt, die Interessen von Tradern, Portfolio-Managern, langfristigen Unterstützern und der DAO zu vereinen und den VELVET-Token durch Gebührenbeteiligung und Rückkäufe aufzuwerten. Die Einnahmen werden dabei laut Dokumentation wie folgt geteilt: 50% werden zum Rückkauf von VELVET genutzt und an veVELVET-Staker ausgeschüttet, 50% gehen in die DAO-Treasury.

Wachstum, Unterstützer und Marktposition

Velvet hat laut offizieller Seite über 100.000 Nutzer und mehr als 200 Mio. USD On-Chain-Trading. Zu den Unterstützern zählen YZi Labs (ehemals Binance Labs), DWF Labs, Selini Capital, Mucker Capital, Gate Labs, Cointelegraph Ventures u.a. Im Juli 2025 wurde laut Blogpost 3,7 Mio. USD für den Launch des DeFAI-Systems und des VELVET-Tokens eingesammelt.

Auf dem Markt liegt VELVET laut CoinGecko aktuell bei etwa 0,375 USD, mit einer Marktkapitalisierung um 158 Mio. USD und rund 420 Mio. im Umlauf befindlichen Token. Das macht Velvet zu einem Mid-Cap-DeFi/AI-Token.

Chancen und Potenzial von Velvet

Das größte Potenzial von Velvet liegt darin, ein reales Nutzerbedürfnis zu adressieren: DeFi ist fragmentiert, und Velvet baut eine einheitliche Plattform für Handel, Forschung, Vault-Management und KI-gestützte Ausführung. Dokumentation und Produktseiten unterstützen diese These.

Ein weiterer Vorteil ist die Vielseitigkeit: Velvet spricht sowohl Privatanwender über das Terminal, KOLs und Communities via Vaults als auch Unternehmen per White-Label-Infrastruktur an. Auch die Token-Struktur mit veVELVET, Gebührenbeteiligung und VU-Inferenzökonomie ist differenzierter als bei üblichen Governance-Coins.

Risiken und Schwächen

Das größte Risiko besteht in der Umsetzungs-Komplexität: Velvet baut zeitgleich KI-Copiloten, Trading-Infrastruktur, Vaults, Custom-Apps und ein tokenisiertes Anreizsystem. Das eröffnet Chancen, erhöht aber auch die Anforderungen an die Umsetzung.

Weitere Risiken sind der Wettbewerb in mehreren Kategorien:

  • DeFi-Terminals,
  • KI-Handelstools,
  • On-Chain Copy Trading,
  • Vault-Plattformen,
  • Protokoll-Infrastruktur.

Ein drittes Risiko besteht in der Komplexität des Token-Systems. Mit VELVET, veVELVET, VU, Emissionen, Gebührenbeteiligung und künftigen Anreizen ist das Modell deutlich vielschichtiger als ein einfacher Token.

Velvet in einem Satz

Velvet ist eine DeFAI-Plattform für Handel und Portfoliomanagement, die ein KI-basiertes Terminal, On-Chain-Vaults und tokenisierte Anreize vereint, um DeFi-Handel und Asset-Management zu vereinfachen und zu skalieren.

Fazit

Velvet ist eines der ambitioniertesten Projekte im DeFi-AI-Bereich, da nicht nur eine KI-Schicht zu Swaps ergänzt wird, sondern ein umfassendes Betriebssystem für On-Chain-Handel und Portfoliomanagement entsteht – mit intentbasierter Ausführung, MEV-Schutz, geteilten Vaults, APIs und White-Label-Infrastruktur.

Der VELVET-Token und das veVELVET-Staking fügen eine Governance- und Wertschöpfungsebene hinzu, während VU die Plattform in Richtung tokenisierte KI-Inferenz und agentenbasierte Strategien erweitert. Velvet bietet so ein umfassenderes Produkt- und Tokenkonzept als die meisten DeFi-Plattformen.

Die Frage bleibt, ob Velvet in allen Bereichen stark genug umsetzen kann, um langfristig als DeFAI-Infrastruktur zu bestehen. Als Konzept und Produktstack ist Velvet jedoch ein anschauliches Beispiel für die Konvergenz von DeFi, KI und On-Chain-Portfoliomanagement.

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