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Meta führt USDC-Stablecoin-Auszahlungen für Creator ein: Was sich seit Libra geändert hat

Schlüsselpunkte

Meta zahlt Creator erstmals mit USDC-Stablecoins via Stripe auf Solana und Polygon aus – zunächst in Kolumbien und auf den Philippinen. Vier Jahre nach dem Ende von Libra setzt Meta auf regulierte Infrastruktur.

Meta Stablecoin Zahlungen

Am 29. April 2026 begann Meta damit, Creator auf Facebook, Instagram und WhatsApp mit USDC-Stablecoins über die Solana- und Polygon-Blockchains zu vergüten. Die Zahlungsabwicklung übernimmt Stripe. Der Start erfolgte in Kolumbien und auf den Philippinen, wo herkömmliche Bankdienstleistungen für viele Creator kostspielig, langsam oder schlecht erreichbar sind. Creator können in ihren Monetarisierungseinstellungen die Auszahlung in USDC wählen, eine kompatible Krypto-Wallet hinterlegen und erhalten USDC statt Fiatgeld.

Meta hatte zwischen 2019 und 2022 versucht, mit Libra (später Diem) eine eigene Stablecoin-Lösung aufzubauen, das Projekt nach regulatorischem Widerstand jedoch an Silvergate Capital verkauft. Vier Jahre später setzt Meta wieder auf Krypto-Zahlungen, verfolgt aber einen völlig neuen Ansatz.

Was hat Meta wirklich gestartet und wie funktioniert es?

Das neue System ist unkomplizierter als erwartet: Creator, die Einnahmen über Facebook, Instagram oder WhatsApp erzielen, können USDC als Auszahlungsmittel wählen. Sie verbinden eine kompatible Krypto-Wallet; Stripe konvertiert die Einnahmen bei der nächsten Auszahlung in USDC und sendet diese über Solana oder Polygon.

Unterstützte Wallets im Pilotprojekt sind u.a. MetaMask, Phantom, Binance, Bybit, Kraken, Exodus, Brave Wallet, Bitso, GCash GCrypto und Coins.ph. Besonders GCash (über 90 Millionen Nutzer auf den Philippinen) und Coins.ph als große lokale Krypto-Onramps zeigen, dass Meta gezielt Märkte wählt, in denen Stablecoin-Auszahlungen ein reales Problem für Creator lösen: Hohe Gebühren und langsame Banküberweisungen.

In Kolumbien verlieren Creator durch Währungsvolatilität, langsame Banküberweisungen und Gebühren von 5–8 % bei kleinen Auszahlungen. Auf den Philippinen dauern internationale Überweisungen 3–5 Werktage und kosten 15–25 USD pro Transaktion. USDC auf Solana wird in Sekundenbruchteilen für einen Bruchteil eines Cents abgewickelt.

Stripe erstellt Steuerunterlagen für beide Seiten, sodass Creator ihre Krypto-Einnahmen nachvollziehbar und steuerkonform erhalten – ein bedeutender Schritt für die Akzeptanz von Krypto im Zahlungsverkehr.

Warum das nichts mit Libra zu tun hat

Ein Vergleich mit Libra liegt nahe, aber die Projekte unterscheiden sich grundlegend.

Libra (später Diem) wurde 2019 als von Meta initiierte Stablecoin angekündigt, die von einem Währungskorb gedeckt und von der Libra Association verwaltet werden sollte. Ziel war ein globales Zahlungssystem für damals 2,7 Milliarden Facebook-Nutzer. Regulierungsbehörden weltweit reagierten kritisch bis ablehnend, sodass Meta das Projekt 2022 einstellte.

Libra/Diem (2019–2022) Meta USDC-Auszahlungen (2026)
Stablecoin Eigenentwicklung (Libra/Diem) Circles USDC (Drittanbieter)
Infrastruktur Eigenentwicklung (Novi Wallet) Stripe + Bridge
Governance Libra Association (Meta-geführt) Circle, Stripe, bestehende Aufsicht
Rechtsrahmen Kein Rahmen vorhanden GENIUS Act mit Bundesregulierung
Reichweite zum Start Globale Währung für 2,7 Mrd. Nutzer Creator-Auszahlungen in 2 Ländern
Blockchain Eigenentwicklung (Move Language) Solana und Polygon (öffentliche Chains)
Meta-Rolle Emittent, Betreiber, Governance Stripe-Kunde

Der entscheidende Unterschied: Meta agiert nicht mehr als Bank oder Netzbetreiber. USDC wird von Circle herausgegeben, Stripe übernimmt die Abwicklung, Solana und Polygon verarbeiten die Transaktionen. Meta nutzt lediglich die bestehenden Infrastrukturen.

Warum Stripe und Bridge entscheidend sind

Viele Schlagzeilen drehen sich um Meta, aber der eigentliche Umbruch findet auf der Infrastrukturebene statt. Stripe übernahm im Februar 2025 Bridge für 1,1 Milliarden US-Dollar. Bridge, gegründet von ehemaligen Coinbase- und Square-Mitarbeitern, entwickelte APIs, mit denen Unternehmen Stablecoin-Zahlungen akzeptieren und versenden können, ohne direkt mit Krypto interagieren zu müssen. Nach der Stripe-Übernahme steht diese Infrastruktur allen Stripe-Händlern zur Verfügung.

Die Meta-Kooperation ist der erste große Endkunden-Einsatz des Stripe-Bridge-Stacks. Stripe verarbeitet mittlerweile Stablecoin-Auszahlungen in über 70 Ländern, unter anderem für Remote.com, und hat kürzlich Stablecoin-basierte Abo-Zahlungen für US-Unternehmen eingeführt. 2024 wurden Stablecoins im Wert von 15,6 Billionen US-Dollar bewegt – ein Wert vergleichbar mit Visa.

Stripe positioniert sich so als Bindeglied zwischen klassischen Internetunternehmen und Stablecoin-Zahlungen. Meta ist das bisher prominenteste Unternehmen, das diese Infrastruktur nutzt.

Was der GENIUS Act verändert hat

Metas Zeitplan ist kein Zufall: Der GENIUS Act wurde 2025 als erster US-Bundesrahmen für Stablecoins verabschiedet. Er regelt, wer Stablecoins herausgeben darf, wie diese gedeckt sein müssen und welche Aufsicht zuständig ist.

Für Meta bedeutet das: 2019 gab es keinen klaren Rechtsrahmen; Regulierungsbehörden mussten auf bestehende Banken- und Wertpapiergesetze zurückgreifen. 2026 kann USDC unter klaren Vorgaben, geprüften Reserven und staatlicher Aufsicht eingesetzt werden. Meta nutzt ein reguliertes Produkt über einen regulierten Zahlungsdienstleister.

Der GENIUS Act schreibt vor, dass Stablecoins mit US-Dollar oder vergleichbaren risikoarmen Vermögenswerten 1:1 gedeckt sein müssen, regelmäßige Prüfungen erfolgen und eine Bundeslizenz erforderlich ist. Circle als USDC-Emittent erfüllte diese Anforderungen bereits vor Inkrafttreten. Die Marktkapitalisierung von USDC stieg von 27 auf über 112 Milliarden US-Dollar zwischen Anfang 2024 und April 2026, Circle strebt 150 Milliarden im zweiten Halbjahr an.

Die klare Regulierung erklärt auch, warum Meta USDC statt USDT wählt: Obwohl USDT größer ist (186 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung), gelten die Reserven als weniger transparent und regulatorisch nicht so abgestimmt wie USDC.

Bedeutung für Solana, Polygon und Stablecoins allgemein

Facebook zählt etwa 3,1 Milliarden monatlich aktive Nutzer, Instagram über 2 Milliarden, WhatsApp mehr als 2 Milliarden in 180 Ländern. Selbst wenn Stablecoin-Auszahlungen zunächst auf Creator beschränkt bleiben, beliefen sich die Meta-Auszahlungen 2025 auf knapp 3 Milliarden Dollar (+35 % gegenüber Vorjahr). Das sorgt für echtes Transaktionsvolumen auf Solana und Polygon.

Für Solana ist die Meta-Integration ein Beleg für Enterprise-Tauglichkeit: Transaktionen werden in ca. 400 Millisekunden mit Gebühren unter 0,001 US-Dollar abgewickelt – ein Grund, warum Stripe Solana und Polygon auswählte. Die Zahl der monatlich aktiven Wallets lag Anfang 2026 bei über 167 Millionen. Der SOL-Kurs liegt nach einem Rückgang von 35 % gegenüber Januar bei rund 82 US-Dollar. Die Meta-Kooperation ändert zwar nichts an den makroökonomischen Rahmenbedingungen, stärkt aber Solana als Zahlungsinfrastruktur.

Der Gesamtmarkt für Stablecoins hat 309 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung überschritten. Visa, Mastercard, Stripe, PayPal, Klarna, Western Union und jetzt Meta haben Stablecoin-Funktionen in den letzten 12 Monaten integriert oder angekündigt. Stablecoins entwickeln sich zum Standard für grenzüberschreitende Internet-Zahlungen – und Metas Einstieg macht es schwieriger, Krypto-Zahlungen als Nischenlösung abzutun.

Für Trader wichtig: Meta plant, Stablecoin-Auszahlungen 2026 weltweit auszurollen. Jeder neue Markt erhöht die USDC-Nachfrage und das Transaktionsvolumen auf Solana und Polygon.

Häufig gestellte Fragen

Warum verwendet Meta USDC statt eine eigene Stablecoin zu entwickeln?

Regulatorische Realitäten machen diesen Schritt nötig: Libra scheiterte, weil Meta nicht gleichzeitig Stablecoin, Wallet und Zahlungsnetz kontrollieren durfte. Mit dem regulierten USDC von Circle und Stripe als Zahlungsdienstleister tritt Meta nur noch als Kunde auf.

Welche Creator können USDC-Auszahlungen von Meta erhalten?

Der Pilot startete in Kolumbien und auf den Philippinen für Creator auf Facebook, Instagram und WhatsApp. Weitere Länder werden 2026 folgen, ein konkreter Zeitplan ist noch nicht bekannt.

Welche Auswirkungen hat das auf den Preis von SOL oder USDC?

USDC ist ein Stablecoin, der an den US-Dollar gekoppelt ist und daher preisstabil bleibt. Größere Nutzung erhöht das Umlaufvolumen und die Transaktionszahlen auf Solana und Polygon. Für SOL stärkt die Meta-Partnerschaft die Rolle als Zahlungsnetz, der Kurs reagiert aber auch auf übergeordnete Marktbedingungen.

Plant Meta die Entwicklung weiterer eigener Krypto-Produkte?

Nein. Meta tritt rein als Kunde auf – Stripe handelt die Zahlungen, Circle emittiert den Stablecoin, Solana und Polygon wickeln die Transaktionen ab. Meta bietet lediglich die Auszahlungsoption an und generiert die Umsätze, die umgewandelt werden. Die Erfahrungen mit Libra zeigen: Der Versuch, eigene Finanzinfrastruktur zu betreiben, stößt auf regulatorische Hürden.

Fazit

Meta setzt auf bestehende Stablecoin-Infrastruktur und entwickelt keine eigene Lösung mehr. Die Wahl von USDC auf öffentlichen Blockchains über Stripe zeigt: Das offene Stablecoin-Ökosystem funktioniert besser als eine isolierte Eigenentwicklung. Kolumbien und die Philippinen sind Testmärkte, aber die Infrastruktur ist für einen globalen Rollout bereit. Sollte sich zeigen, dass die Kosten sinken und Auszahlungen schneller erfolgen als über Bankwege, dürfte die Ausweitung auf weitere Märkte nur eine Frage der Zeit sein. Im Fokus stehen künftig vor allem Circle und Stripe, da andere Plattformen dem Beispiel folgen könnten.

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Der Handel mit Kryptowährungen ist mit erheblichen Risiken verbunden. Führen Sie immer Ihre eigene Recherche durch, bevor Sie Anlageentscheidungen treffen.

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