Wichtigste Erkenntnisse
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ADI ist ein institutionelles Blockchain-Ökosystem, das rund um ADI Chain aufgebaut ist – eine Ethereum Layer 2, konzipiert für Stablecoins, tokenisierte Real-World-Assets, regulierte Finanzanwendungen und staatliche Infrastrukturen.
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ADI Chain nutzt Zero-Knowledge-Validitätsbeweise, um Transaktionen außerhalb von Ethereum zu verarbeiten und gibt Nachweise zur finalen Abwicklung an Ethereum weiter.
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Das Netzwerk basiert auf ZKsync-Technologie, einschließlich des Atlas-Execution-Stacks und des Airbender-Provers, bleibt dabei aber kompatibel zu Ethereum-Anwendungen und -Tools.
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Regierungen, Institutionen und Unternehmen können spezialisierte Layer-3-Domains mit rechtsraumspezifischer Compliance, Privatsphäre, Identitäts- und Betriebskontrolle implementieren.
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Das ADI-Token wird für Gaszahlungen, Smart-Contract-Ausführung, Settlement, Ökosystem-Zahlungen und ein treasury-gestütztes Staking-Programm verwendet.
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Ein zentrales Element des Ökosystems ist DDSC, ein regulierter Stablecoin auf Basis des UAE-Dirham, der auf ADI Chain betrieben wird.
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Die ADI Foundation hat es sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 eine Milliarde Menschen in Schwellenländern durch Digitalisierung in die Wirtschaft einzubinden, mit anfänglichem Fokus auf Nahost, Afrika und Asien.
Eine Finanzinstitution benötigt vielleicht Identitätsverifikation, Transaktionsmonitoring, rechtsraumspezifische Restriktionen, Audit Trails, Datenschutz und klare Verantwortlichkeiten. Eine Regierung, die ein nationales Register oder ein digitales Zahlungssystem einführt, muss kontrollieren, wer Infrastruktur betreiben kann und wie mit Daten umgegangen wird. ADI versucht, diese Anforderungen mit der Transparenz, Programmierbarkeit und 24/7-Abwicklung von Blockchains zu vereinen.
Das Ökosystem dreht sich um die ADI Chain, eine Ethereum Layer 2, konzipiert für institutionelle und staatliche Anwendungsfälle. Anstatt lediglich mit Krypto-nativen Trading-Anwendungen zu konkurrieren, fokussiert sich ADI auf regulierte Stablecoins, Tokenisierung realer Vermögenswerte, grenzüberschreitende Zahlungen, Healthcare, Identität, Logistik und öffentliche Infrastruktur. Der native Token ADI dient als ökonomische Basis für Transaktionen und Applikationen im Netzwerk.
Was bezeichnet ADI?
ADI Foundation
Die ADI Foundation ist eine in Abu Dhabi ansässige Organisation, verantwortlich für Entwicklung und Verwaltung des gesamten Ökosystems. Sie wurde von Sirius International Holding gegründet, einer technologiegetriebenen Tochtergesellschaft der International Holding Company.
Die Stiftung arbeitet mit Regierungen, Finanzinstituten, Unternehmen und Technologiedienstleistern zusammen, um Blockchain-Lösungen in Schwellenländern zu fördern. Ihr erklärtes Ziel ist es, bis 2030 eine Milliarde Menschen auf die Blockchain zu bringen, insbesondere im Nahen Osten, Afrika und Asien.
ADI Chain
ADI Chain ist das Blockchain-Netzwerk des Ökosystems. Es handelt sich dabei um eine Ethereum Layer 2, die Transaktionen außerhalb von Ethereum verarbeitet und mithilfe von Zero-Knowledge-Proofs deren korrekte Ausführung beweist.
Das Netzwerk ist optimiert für Anwendungsfälle mit regulatorischer Aufsicht, institutionellen Kontrollen und hoher Transaktionskapazität. Dazu gehören Stablecoins, tokenisierte Wertpapiere, Payments, digitale Identität, nationale Register, Gesundheitsdaten und Logistiksysteme.
Das ADI-Token
ADI ist der Utility-Token des Netzwerks. Er dient zur Zahlung von Transaktionsgebühren, zur Unterstützung von Smart-Contract-Ausführungen, als Settlement-Asset im Ökosystem und ermöglicht die Teilnahme am treasury-gestützten Staking-Modell.
Das Token wurde zunächst als ERC-20-Asset auf Ethereum eingeführt, sodass Wallets, Börsen und Institutionen es über vertraute Infrastruktur integrieren konnten. Innerhalb von ADI Chain fungiert es als nativer Gas-Token für Layer 2 und die angeschlossenen Layer-3-Domains.
Warum wurde ADI entwickelt?
Die Blockchain-Adoption konzentriert sich bislang auf krypto-native Märkte und einige wenige entwickelte Volkswirtschaften. Laut ADI Foundation haben viele Schwellenländer nicht im gleichen Maß von digitaler Finanzinfrastruktur profitiert. Gleichzeitig zögern Regierungen und Institutionen, öffentliche Blockchains zu nutzen, da dort oft regulatorische Kontrollmechanismen fehlen.
Eine permissionless Applikation erlaubt möglicherweise allen Adressen die Teilnahme – eine regulierte Zahlungs- oder Wertpapierplattform muss jedoch festlegen, wer Zugang erhält, welche Assets transferiert werden dürfen, welche Informationen mitgesendet werden müssen, wo Daten gespeichert werden und welche Akteure für regulatorische Compliance verantwortlich sind. ADI möchte die öffentliche Blockchain-Infrastruktur nicht ersetzen, sondern kombiniert eine Ethereum-basierte Layer 2 mit individuell anpassbaren Layer-3-Umgebungen, die Institutionen ihren lokalen gesetzlichen, branchenspezifischen und operativen Anforderungen anpassen können. Die langfristige Vision ist ein Netzwerk aus staatlichen und institutionellen Domains, verbunden über die ADI Chain und letztlich in das Ethereum-Ökosystem integriert.
Wie funktioniert ADI Chain?
ADI Chain ist ein Zero-Knowledge-Rollup, auch ZK-Rollup genannt. Ein Rollup verarbeitet Transaktionen außerhalb der Main Execution Layer von Ethereum. Mehrere Transaktionen werden zu Batches zusammengefasst, was Aufwand und Datenspeicherung auf Ethereum reduziert.
Für jedes Transaktionsbatch generiert ADI Chain einen Zero-Knowledge-Validitätsnachweis. Dieser mathematische Beweis zeigt, dass der resultierende Blockchain-Status den Netzwerkregeln entspricht. Der Nachweis wird an einen Ethereum-Smart-Contract übermittelt, dort verifiziert und als endgültiger State akzeptiert. Ein ungültiger Statusübergang wird also verworfen und gelangt nicht in die Kette.
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Ein Nutzer sendet eine Transaktion an die ADI Chain.
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Der Sequencer ordnet und verarbeitet die Transaktion.
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Mehrere Transaktionen werden zu einem Batch zusammengefasst.
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Der Prover generiert einen Validitätsnachweis für das Batch.
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Beweis und erforderliche Daten werden an Ethereum übermittelt.
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Ethereum prüft den Nachweis und finalisiert den Layer-2-Status.
Dieses Design ermöglicht schnellere und günstigere Transaktionen, während Ethereum als Settlement-Layer für die endgültige Abrechnung dient.
ADI Chain Architektur (Quelle)
ZKsync Atlas und Airbender
ADI Chain basiert auf der Technologie des ZKsync-Ökosystems. In der Dokumentation werden speziell die Atlas- und Airbender-Komponenten als Schlüsselelemente der Architektur genannt. Atlas stellt die Ausführungsumgebung für Transaktionen dar und verwaltet den Layer-2-State. Das ADI-Execution-Programm kann sowohl für Standardprozessoren (Sequencer) als auch für die RISC-V-Architektur (Airbender) kompiliert werden.
Airbender erzeugt die Zero-Knowledge-Nachweise für Statusübergänge. Der Beweis kann auf Ethereum geprüft werden, ohne dass Ethereum jeden einzelnen Vorgang erneut selbst ausführen muss. Diese Trennung von Ausführung und Prover ermöglicht es ZK-Rollups, den Durchsatz zu erhöhen und gleichzeitig kryptografische Sicherheit zu gewährleisten.
Laut technischer Dokumentation soll eine ADI-Layer-2-Instanz ca. 2.000 bis 10.000 Transaktionen pro Sekunde schaffen, abhängig von Netzwerkauslastung und Konfiguration. Durch Batching und Proof-Kompression lassen sich Gaskosten gegenüber Direktabwicklung auf Ethereum um ca. 90–95% reduzieren.
Ethereum-Sicherheit und Settlement
ADI Chain agiert nicht als eigenständige Layer 1, sondern nutzt Ethereum als finale Instanz zur Statusverifikation. Das hat mehrere Vorteile: Erstens schützen Ethereums Validatoren die Smart Contracts, die die ADI-Nachweise prüfen. Zweitens können Assets per Canonical Bridge zwischen Ethereum und ADI transferiert werden. Drittens haben Entwickler Zugriff auf Ethereum-Tools, -Wallets und Standards.
Allerdings ist ein auf Ethereum gesichertes Rollup nicht identisch mit Ethereum. Nutzer sollten u.a. Sequencer, Bridge-Contracts, Upgrades, Prover-Implementierungen, Datenverfügbarkeit und Notfallpläne der Layer 2 kritisch bewerten. Das Settlement über Ethereum stellt eine starke Sicherheitsbasis dar, aber Design und Betrieb der Layer 2 beeinflussen das Gesamtrisiko maßgeblich.
EVM-Kompatibilität
ADI Chain ist vollständig kompatibel zur Ethereum Virtual Machine (EVM). Entwickler können bestehende Tools, Solidity-Smart-Contracts sowie Standards wie ERC-20 und ERC-721 nahtlos einsetzen.
Das erleichtert Entwicklern den Umstieg enorm: Anstatt neue Programmiersprachen zu lernen, können bekannte Wallets, Frameworks, Libraries und Auditing-Praktiken weiterverwendet werden.
ADI stellt zudem eine Canonical Bridge für Asset-Transfers zwischen Ethereum und Layer 2 bereit. Die Architektur ermöglicht, dass Kommunikation und Abwicklung mit Layer-3-Netzwerken in das Zero-Knowledge-Proof-System integriert werden.
Was sind ADI Layer-3-Domains?
Ein zentrales Feature von ADI ist die Unterstützung individuell anpassbarer Layer-3-Domains.
Eine Layer 3 ist eine spezialisierte Blockchain-Umgebung oberhalb der ADI Layer 2. Institutionen, Staaten oder Anwendungen können ihre Layer 3 auf spezifische Jurisdiktionen, Sektoren, Datenschutzanforderungen oder operationelle Policies zuschneiden.
Beispiele sind Domains für:
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regulierte Zahlungen,
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digitale Identität,
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Grundbuch- oder Unternehmensregister,
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tokenisierte Wertpapiere,
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Gesundheitsdaten,
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Supply-Chain-Management,
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staatliche Leistungsabwicklung,
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oder institutionelles Settlement.
Ein Financial Layer 3 kann z.B. verifizierte Identitäten und zugelassene Intermediäre verlangen. Ein Gesundheitsnetzwerk priorisiert Datenschutz und Zugriffskontrolle. Ein staatliches Register begrenzt Transaktionsrechte auf lizensierte Behörden.
ADI und der DDSC-Stablecoin
Ein Hauptanwendungsfall der ADI Chain ist DDSC, ein auf den UAE-Dirham lautender Stablecoin. DDSC soll einen Wert von 1:1 zum Dirham halten, ist 1:1 mit Dirham-Reserven gedeckt und ermöglicht den institutionellen Continuous-Settlement auf der ADI Chain. Der Stablecoin wurde unter Mitwirkung von International Holding Company und First Abu Dhabi Bank ins Leben gerufen und von Sirius International Holding in der Implementierung unterstützt. Er unterliegt dem regulierten Zahlungsrahmen der VAE.
DDSC ermöglicht innerstaatliche und grenzüberschreitende Zahlungen, Firmen-Cash-Management, Handelsabwicklung, Händlerzahlungen, programmierbare Finanzprodukte und Settlement für tokenisierte Assets. Da alle Transaktionen im Netzwerk Gas benötigen, kann wachsender DDSC-Einsatz die ADI-Nachfrage steigern.
DDSC ist zudem ein Praxisbeweis für ADI: Souveräne oder institutionelle Digitalwährungen können auf Blockchain-Infrastruktur funktionieren, ohne regulatorische Kontrolle aufzugeben.
Tokenisierung realer Vermögenswerte (RWA)
Die ADI Chain ist auch für die Tokenisierung von Real-World-Assets ausgelegt – blockchain-basierte Abbilder von Finanz- oder Sachwerten (z.B. Staatsanleihen, Fonds, Private Credit, Immobilien, Rohstoffe oder Aktien). Dabei zählt Compliance: Ein regulatorisch einwandfreies System muss Investorenprüfungen, Identitäts- und Sanktionsprüfungen, Eigentumsregister, Übertragungsbeschränkungen, Corporate Actions, Settlement, Verwahrung und internationale Distribution abbilden.
ADI arbeitet mit Infrastrukturanbietern zusammen, um solche Funktionen in das Ökosystem zu integrieren. Die Zusammenarbeit mit Zoniqx fokussiert auf compliance-gesteuerte RWA-Emission, Distribution, Identitäts- und Asset-Lifecycle-Management. ADI stellt die Blockchain und Settlement-Schicht, spezialisierte Plattformen übernehmen Emission und Legal-Tools. Dieses Schichtmodell spiegelt wahrscheinlich die Zukunft der institutionellen Blockchain-Adaption wider: Die Basisschicht übernimmt Ausführung/Settlement, regulierte Dienste kümmern sich um Rechtliches.
Reguliertes DeFi
ADI versteht sich als Infrastruktur für reguliertes DeFi. Klassische DeFi-Protokolle erlauben jede kompatible Wallet. Regulated DeFi verlangt u.a. verifizierte Identitäten, zugelassene Jurisdiktionen, lizenzierte Emittenten, überwachte Transaktionen.
Mögliche Anwendungen sind institutionelle Kreditpools, tokenisierte Geldmarktfonds, konforme DEXes, Stablecoin-Payment-Netzwerke, besicherte Finanzierungen, Onchain-Wertpapier-Settlement. Dank Layer-3-Architektur können diese Applikationen Policies umsetzen, ohne dass ganz Ethereum restriktiv gestaltet wäre.
Account Abstraction und Nutzererfahrung
Blockchain-Wallets sind für Normalnutzer herausfordernd – Seed Phrases, Gas Management, Verständnis von Transaktions-Signaturen. ADI unterstützt Account-Abstraction gem. ERC-4337: Wallets funktionieren eher wie programmierbare Smart Contracts statt wie klassische Private-Key-Konten.
Applikationen können künftig biometrische Authentifizierung, Transaktionslimits, Gas-Sponsoring, Account Recovery, Mehrfachsignaturen und unternehmensspezifische Approvals abbilden. Entwickler können Bunder und Paymaster von Drittanbietern oder eigene Smart Accounts implementieren. Auch die offizielle Non-Custodial ADI Wallet nutzt diesen Ansatz.
Wofür wird das ADI-Token genutzt?
Das ADI-Token bildet die ökonomische Basis des Netzwerks.
Gasgebühren – ADI ist das native Gas-Token für ADI Chain und alle Layer-3-Domains. Nutzer benötigen ADI zum Asset-Transfer, für Smart-Contract-Interaktionen und Anwendungen. Dank ZKsyncs Custom-Gas-Token-Funktion muss kein ETH für jede Transaktion gehalten werden.
Smart Contract Execution – Entwickler und Dapps verbrauchen ADI beim Deployen/Ausführen von Smart Contracts – Netzwerkaktivität schafft Token-Nachfrage.
Ökosystem-Settlement – ADI kann als Zahlungseinheit zwischen Nutzer:innen, Entwicklern, Unternehmen sowie für Ökosystemdienste dienen – und verbindet verschiedene institutionelle Layer-3s.
Stablecoin- und RWA-Aktivität – Alle DDSC-, Asset- und Regulated-Applications-Transaktionen benötigen Gas, die Token-Nützlichkeit hängt daher eng an der tatsächlichen Finanzaktivität auf ADI Chain.
Staking und Yield – ADI-Holder können an einem treasury-gestützten Staking-Pool teilnehmen und Belohnungen beziehen – laut offiziellen Angaben ohne neue Token zu minten. Zu beachten: Das Modell ist treasury-gestützt, nicht klassisches Proof-of-Stake–Consensus.
Haltezeiten sollten zwischen geplanten Governance-Funktionen und wirklich aktiven Governance-Rechten unterscheiden.

ADI Tokenomics (Quelle)
Der Bull Case für ADI
Die meisten Layer-2-Netzwerke konkurrieren um Krypto-native Nutzer, Liquidität und DeFi-Anwendungen. ADI richtet sich hingegen an Regierungen, Banken, Unternehmen, regulierte Emittenten und Infrastruktur in Emerging Markets. Vorteil zwei: Die Verbindung zu einem realen Stablecoin-Einsatzgebiet. DDSC kann kontinuierliche Settlement-Aktivität erzeugen und ist kein reines Spekulationsvehikel. Vorteil drei: Layer-3-Modell – Organisationen können Spezialbereiche schaffen, bleiben aber verbunden mit Layer 2 und Ethereum als Settlement-Layer. Vorteil vier: EVM-Kompatibilität – Institute und Entwickler können bestehende Ethereum-Tools und -Workflows nutzen.
Risiken und Einschränkungen
Risiko institutioneller Adoption – Regierungs- und Unternehmensprojekte verlaufen oft langsam. Verkündete Partnerschaften werden nicht immer zu Produktionserfolg.
Token-Dilution – Nur ein Bruchteil der ADI-Token ist im Umlauf. Community-, Treasury-, Team-, Investoren- und Partnerzuteilungen werden jahrelang nachträglich unlockt.
Hohes Fully Diluted Valuation (FDV) – Ein hoher FDV spiegelt große Erwartungen wider, die künftige Netzentwicklung müssen diesen Wert erst rechtfertigen.
Layer-2-Zentralisierung – Wie viele Rollups in der Anfangsphase ist auch ADI bei Sequencing, Upgrades, Governance und Betrieb zentralisiert oder kontrolliert. Nutzer sollten die technologische Entwicklung kontinuierlich beobachten.
Smart-Contract- und Bridge-Risiko – Zero-Knowledge-Proofs eliminieren keine Fehlerquellen. Bugs in Contracts, Bridges, Wallets, Governance oder Implementierungslogik können zu Verlust oder Störungen führen.
Regulatorische Abhängigkeit – Gerade der institutionelle Fokus bedeutet Abhängigkeit von gesetzlichen Genehmigungen, lizensierten Intermediären und lokalen Vorgaben.
Konkurrenz – ADI steht im Wettbewerb mit Ethereum-L2s, Enterprise-Blockchains, institutionellen Netzwerken und spezialisierten Chains für Stablecoins & RWAs.
Compliance-Trade-offs – Identity Checks, Transferrestriktionen und Admin-Kontrollen machen ADI attraktiv für regulierte Nutzer, schränken aber Zensurresistenz und offene Zugangsmöglichkeiten ein.
Was ist ADI in einem Satz?
Fazit
ADI baut Infrastruktur für einen Markt, den öffentliche Kryptonetzwerke bislang kaum bedienen: Regierungen, Banken, Unternehmen und nationale Finanzsysteme. Die Architektur verbindet Ethereum-Settlement, Zero-Knowledge-Proofs, EVM-Kompatibilität, individuelles Gas-Design und spezialisierte Layer-3-Zonen. Damit können Organisationen kontrollierte Umgebungen schaffen, bleiben aber Teil eines größeren Blockchain-Ökosystems.
Das ADI-Token ermöglicht Gas und Settlement. DDSC gibt bereits einen praktischen Stablecoin-Einsatz vor. Künftige RWA-, Zahlungs-, Identitäts-, Healthcare- und Behördenanwendungen könnten die Netzwerknützlichkeit weiter steigern.
Trotzdem ist ADI ein junges Netzwerk: Hohes FDV, lange Tokenfreischaltung, institutionelle Ausführung und kontrollierte Infrastruktur bergen Risiken. Die zentrale Frage bleibt, ob ADI seine institutionellen Partnerschaften und die Compliance-Architektur in konkrete Netzaktivität und Adoption umwandeln kann. Gelingt dies, könnte ADI eine bedeutende Settlement-Schicht für regulierte Digital-Finanzsysteme in Nahost, Afrika und Asien werden.
