Privatanleger verändern die Marktdynamik mit neuen Handelsstrategien, die auf Akronymen wie "TACO" (Trump Always Chickens Out) und "FAFO" (F*** Around, Find Out) basieren. Diese Strategien, die in politischen Ereignissen und sozialer Stimmung verwurzelt sind, haben sich an den Handelsplätzen an der Wall Street durchgesetzt. Das "TACO"-Muster entstand aus Marktturbulenzen nach den US-Zollpolitiken im April 2025, was die Anleger dazu brachte, eine "Buy the Dip"-Mentalität angesichts von Politikumschwüngen anzunehmen. Die "FAFO"-Strategie beinhaltet den Verkauf von Risikoanlagen während geopolitischer Eskalationen und das Wiedereinstiegen in den Markt, wenn der politische Druck seinen Höhepunkt erreicht. Dieser Ansatz zeigte sich in der US-Iran-Situation, bei der die Anleiherenditen mit den geopolitischen Spannungen schwankten. Gleichzeitig spiegelt eine Verschiebung der Kapitalflüsse von Gold zu Rohöl den Fokus der Anleger auf Angebotsengpässe wider, wobei die Rohölpreise bis Mai 2026 fast auf 126 Dollar pro Barrel verdoppelt wurden. Dieser Trend unterstreicht eine Präferenz, auf Störungen im Energiesektor statt auf traditionelle sichere Häfen zu setzen.